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38 Prozent der Schweizer latent antisemitischBern - Die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung respektiert zwar die jüdische Minderheit, doch 10 Prozent sind gemäss einer Umfrage klar antisemitisch eingestellt und 28 Prozent stimmen antijüdischen Vorurteilen zu. Kritischer dagegen ist die Haltung zu Israel.fest / Quelle: sda / Freitag, 30. März 2007 / 11:04 h
Gemäss der Studie «antijüdische und antiisraelische Einstellungen in der Schweiz» des Forschungsinstituts gfs.bern äusserten sich 10 Prozent der über 1000 Befragten «systematisch antisemitisch». Diese stehen vorwiegend politisch rechts, entstammen ärmeren Schichten, leben auf dem Land und haben keine persönliche Bekanntschaft mit Juden.
Weitere 28 Prozent neigen dazu, antijüdischen Vorurteilen (etwa: «Juden sind geldgierig, radikal») zuzustimmen. 15 Prozent erklärten, keinerlei Probleme mit jüdischen Menschen zu haben, wohl aber mit der Politik Israels.
Gebildete Städter eher projüdisch Projüdisch zeigten sich 37 Prozent - vorwiegend gebildete, eher links stehende Personen aus städtischen Gebieten mit Kontakt zu Juden. 10 Prozent zeigten sich gegenüber Juden unschlüssig. Wer nur vereinzelt negative Meinungen zu Juden teilt, gehöre in der Regel nicht zum «Antisemitismuspotenzial», heisst es in der Studie. Projüdisch zeigten sich 37 Prozent - vorwiegend gebildete, eher links stehende Personen aus städtischen Gebieten mit Kontakt zu Juden. /
![]() Ob dieses Potenzial grösser oder kleiner geworden sei, kann die Studie nicht beantworten. Mehr Aufklärung Antisemitismus ist vor allem dort stark, wo es wenig Juden gibt. Antisemiten kennen meistens persönlich keine Juden. Für jüdische Organisationen bedeuten diese Aussagen der Studie, dass mehr Aufklärung über das Judentum betrieben werden muss. «Antisemiten kennen meistens die Juden nicht», erklärte Alfred Donath, Präsident des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. «Wir müssen das Judentum, die jüdischen Gedanken bekannt machen.» Mit Aufklärung könne man Antisemitismus am wirksamsten bekämpfen.Links zum Artikel:
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