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Blutigster Amoklauf in der US-Geschichte

Blacksburg - Der Amokläufer, der auf dem Campus der Technischen Universität von Virginia 32 Menschen erschossen hat, war ein Student der Universität. Das bestätigte der Präsident der US-Hochschule Virginia-Tech, Charles Steger.

fest / Quelle: sda / Montag, 16. April 2007 / 18:46 h

Danach hat der Täter selbst in dem Wohnheim gelebt, in dem zwei Menschen ums Leben kamen. Bereits zuvor hatte es in Augenzeugenberichten geheissen, dass der Schütze ein junger Mann asiatischer Abstammung gewesen sei. Einzelheiten über die Identität des Amokläufers, der sich selber erschoss, sind noch immer nicht bekannt. US-Präsident George W. Bush wird zusammen mit seiner Frau Laura an einer Trauerfeier auf dem Campus in Blacksburg teilnehmen. Das berichteten US-Fernsehsender unter Berufung auf das Weisse Haus. Die Feier soll um 20 Uhr MESZ stattfinden.

Bereits im Wohnheim gemordet

Nach bisherigen Erkenntnissen fielen die ersten Todesschüsse am Montagmorgen im Studentenwohnheim West Ambler Johnston Hall.



Alle Kurse an der Universität wurden abgesagt, die Eingänge zum Campus blieben verschlossen. /

Als die Polizei dort eintraf, fanden die Beamten zwei Tote; zwei Verletzte wurden ins Spital gebracht. Weil die Beamten zu dieser Zeit noch von einer Einzeltat aus persönlichen Motiven ausging, liessen sie lediglich das Wohnheim räumen, nicht aber den gesamten Uni-Campus. Dies habe es dem Täter ermöglicht, zwei Stunden später seinen Amoklauf in Norris Hall, dem Institut für Ingenieurwissenschaften, fortzusetzen, kritisierten Studenten und Angehörige der Opfer. Dabei tötete er weitere 30 Menschen und schliesslich sich selbst. Laut Spitalangaben wurden 21 Menschen verletzt.

Dramatische Szenen

Zeugen berichteten von dramatischen Szenen. Studenten seien in Panik aus dem Fenster gesprungen. Eine Studentin konnte dem Amokschützen nur entkommen, weil sie sich tot stellte. Der Amokläufer hatte laut Universitätspräsident Steger die Klassenräume mit einer Kette verriegelt, damit keiner entkommen konnte. Ein 75-jähriger Professor aus Israel rettete mehreren Studenten das Leben, indem er sich dem Amokläufer in den Weg stellte. Er wurde dabei erschossen.

Links zum Artikel:

Die Universität hat eine eigene Seite zu der Tragödie eingerichtet


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