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Forderung nach strengeren Waffengesetzen

Washington - Wie nach früheren Amokläufen wird auch nach der jüngsten Bluttat in Blacksburg wieder Kritik an den zu lockeren Waffengesetzen der USA laut. Die «New York Times» kritisierte in einem Leitartikel, Virginia habe eines der laxesten Waffengesetze in den Staaten.

fest / Quelle: sda / Dienstag, 17. April 2007 / 09:23 h

Der australische Regierungschef Howard wies darauf hin, dass sein Land als Konsequenz aus einem Amoklauf 1996 in Port Arthur, bei dem 35 Menschen starben, die Waffengesetze massiv verschärft habe - seitdem sei die Zahl der Opfer von Schiessereien deutlich zurückgegangen. Die Tat, bei der 32 Menschen sowie der Amokläufer selbst starben, löste weltweit Entsetzen aus. Papst Benedikt XVI. sprach von einer «sinnlosen Tragödie». In Virginia hingen die Flaggen auf Halbmast. Gouverneur Timothy Kaine brach eine Asienreise ab und verhängte den Notstand.



Drer australische Regierungschef Howard berichtet von guten Erfahrungen mit schärferen Waffengesetzen. /

Der Lehrbetrieb an der Universität wurde vorerst ausgesetzt. Auch US-Präsident George W. Bush zeigte sich in einer Reaktion von dem Amoklauf entsetzt und bekundete sein tiefes Mitleid. «Schulen sollten Orte sein, in denen man sich sicher fühlt und lernen kann», sagte er.

Recht auf Waffe Nach den Worten der Sprecherin des Weissen Hauses, Dana Perino, hält Bush aber weiterhin daran fest, dass jeder Bürger der USA das Recht habe, eine Waffe zu tragen. Allerdings müssten alle Gesetze beachtet werden. In den USA sterben jedes Jahr mehr als 30 000 Menschen an Schusswunden. Es befinden sich mehr Waffen in Privatbesitz als in jedem anderen Land. Eine einflussreiche Waffen-Lobby sowie freizügige Gesetze zum Besitz von Waffen haben bisher alle Kontrollbemühungen untergraben.


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