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Amokschütze hinterlässt Abschiedsbrief

Blacksburg - Der Amokläufer von Blacksburg hat offenbar einen hasserfüllten Abschiedsbrief hinterlassen. Der 23-jährige Student aus Südkorea soll sich darin über «reiche junge Leute» und die «Verkommenheit» an der Hochschule beklagt haben.

fest / Quelle: sda / Dienstag, 17. April 2007 / 19:30 h

Der Amoklauf im US-Bundesstaat Virginia mit 33 Toten wurde womöglich durch ein Liebesdrama ausgelöst. Der Täter soll Streit mit seiner Freundin gehabt haben.

Zuerst Freundin erschossen

Cho Seung-Hui lebte nach offiziellen Angaben auf dem Campus im Studentenwohnheim West Ambler Johnston Hall. Laut Zeugen erschoss er dort am Montag zunächst seine Freundin und danach einen Mann, der den Streit schlichten wollte. Etwa zweieinhalb Stunden später suchte der Täter in schwarzer Kampfweste ein zweites Gebäude auf der anderen Seite des Campus auf. Dort brachte er 30 Menschen um, ehe er sich selber richtete. Zeugen berichteten, er habe sich mit einem Kopfschuss schwer entstellt.

Viele Schüsse

Er benutzte eine halbautomatische Walther-Pistole und eine Waffe vom Typ Glock.



Der Attentäter lebte in einem Studentenwohnheim auf dem Campus (Bild). /



George W. Bush sei geschockt von dem Amoklauf und sprach den Familien sein Beileid aus. /

Ein Waffenexperte sagte, der Schütze müsse mehrere Schachteln Munition mit sich gebracht haben. Ein Spitalsprecher sagte, alle 15 Verletzten wiesen mindestens drei Schusswunden auf. In die Trauer auf dem Camp mischte sich zunehmend Wut auf die Polizei und die Universitätsleitung. Grund war die Entscheidung, den Lehrbetrieb nach der ersten Schiesserei fortzusetzen.

Warnung per E-Mail zu spät

Die Verantwortlichen hatten offenbar eine falsche Spur verfolgt und die erste Bluttat als Einzelfall bewertet. Erst kurz vor dem zweiten Angriff des Täters wurden die 26 000 Studenten per E-Mail gewarnt. Auf dem Uni-Gelände nahm US-Präsident George W. Bush an einer bewegenden Trauerfeier teil. Für die gesamte Nation sei dies ein Tag der Trauer und Traurigkeit, sagte er. Zuvor hatte er ausrichten lassen, dass er eine Änderung des in der Verfassung verbrieften Rechts auf das Tragen von Waffen weiter ablehnt.

Links zum Artikel:

Stellungsnahme von George W. Bush zu dem Amoklauf


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