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Polizeidirektor verteidigt Vorgehen

Bern - Der Berner Polizeidirektor Stephan Hügli und der Kommandant der Stadtpolizei, Jörg Gabi, haben am Abend an einer Medienkonferenz Bilanz zum Kundgebungstag gezogen und den Polizeieinsatz verteidigt.

ht / Quelle: sda / Samstag, 6. Oktober 2007 / 17:04 h

Das Hauptziel - die Verhinderung der Konfrontation von SVP-Anhängern und SVP-Gegnern - sei erreicht worden, sagte Hügli. Die Polizei habe sich mit rund 500 «extrem gewalttätigen», grösstenteils auswärtigen Randalieren konfrontiert gesehen. Dass der Bundesplatz vorübergehend nicht geschützt war, erklärte Hügli damit, dass Polizisten in die untere Altstadt abgezogen wurden, um die SVP-Kundgebungsteilnehmer zu schützen. «Die Polizei kann nicht überall gleichzeitig sein», sagte Hügli.



Die Polizei sei am Bundesplatz zu spät eingeschritten, wurde moniert. /



In der Innenschadt kam es zu verschiedenen Scharmützeln. /

Laut Gabi standen genügend Polizisten im Einsatz.

Ausschreitungen verurteilt

Die gewaltsamen Ausschreitungen rund um die bewilligte SVP-Wahlkundgebung sind von links und rechts verurteilt worden. Auch Mitorganisatoren der Anti-SVP-Kundgebung «Schwarzes Schaf» distanzierten sich von den Randalierern. Sie spreche sich für Meinungs- und Versammlungsfreiheit aus, egal ob auf dem Rütli, auf dem Bundesplatz oder anderswo, teilte die SP Schweiz mit. Die Gewalttätigkeiten der Chaoten seien aufs Schärfste zu verurteilen. Von einem «schwarzen Tag für die Demokratie» spricht die SVP der Stadt Bern. Das Recht auf freie Meinungsäusserung sei mit Füssen getreten worden, schreibt sie in einem Communiqué.

Tschäppät «wütend»

Auch der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) nahm zu den Ereignissen Stellung: Er sei über die Gewaltexzesse «wütend», gleichzeitig empfinde er «eine gewisse Ohnmacht». In einer gemeinsamen Mitteilung verurteilten auch die SP der Stadt Bern und das Grüne Bündnis Bern die Ausschreitungen. Es sei nicht nachvollziehbar, dass Vermummte auf dem Bundesplatz längere Zeit hätten aktiv sein können, ohne dass die Polizei eingeschritten sei.

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