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Gewalt in Bern auch in der Nacht

Bern - Im Nachgang zu den Randalen rund um die SVP-Wahlveranstaltung ist es in der Nacht im Umfeld der Berner Reithalle zu weiteren Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern des Schwarzen Blocks und der Polizei gekommen.

rr / Quelle: sda / Sonntag, 7. Oktober 2007 / 12:01 h

Vermummte bewarfen von der Reithalle aus vorbeifahrende Autos mit Flaschen und Steinen oder schossen Feuerwerkskörper gegen Fahrzeuge ab. Zwei Polizeiautos wurden beschädigt. Ein Polizist wurde durch Glassplitter verletzt. Die Vermummten entfachten zudem auf der Neubrückstrasse ein Feuer und beschädigten SVP-Wahlplakate. Danach zogen sie sich in die Reithalle zurück und mischten sich unter die mehreren hundert Veranstaltungsbesucher, so dass die Polizei keine Festnahmen machen konnte.

SVP-Wahlfest verlegt

Linksautonome Randalierer verhinderten gestern das SVP-Wahlfest auf dem Bundesplatz in Bern. Die SVP hielt ihre Kundgebung stattdessen beim Bärengraben ab. Die schweren Ausschreitungen wurden von links bis rechts verurteilt. Rund 10'000 SVP-Anhänger versammelten sich gestern Mittag beim Bärengraben und wollten gegen 13.30 Uhr zur geplanten Platzkundgebung auf dem Bundesplatz marschieren. Dazu kam es nicht: Mehrere hundert Autonome blockierten die geplante Kundgebungsroute.



Die Berner Polizei hatte schon am Tag durch alle Hände voll zu tun. /

Die Polizei löste die Ansammlung mit Tränengas auf. Trotzdem entschied die SVP, ihre Kundgebung auf dem Klösterliareal beim Bärengraben abzuhalten.

Gegenfest friedlich verlaufen

Am Rande des unbewilligten Festes der Anti-SVP-Koalition «Schwarzes Schaf» auf dem Münsterplatz kam es gleichzeitig zu Randalen und Scharmützel von Splittergruppen. Das eigentliche Fest der Anti-SVP-Koalition aus JUSO, attac, PDA und Grünem Bündnis auf dem Münsterplatz wurde laut Polizei von rund 3000 Personen besucht. Es verlief bis am Abend friedlich. Den Sachschaden der Ausschreitungen bezifferte die Polizei auf mehrere 10'000 Franken. 21 Personen wurden verletzt, unter ihnen 18 Polizisten. 42 Personen wurden festgenommen. Sie wurden mittlerweile wieder auf freien Fuss gesetzt. Sie werden wegen diverser Delikte zur Anzeige gebracht.

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