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Auch Polizisten kritisieren Einsatzleitung

Bern - Der Einsatz der Berner Polizei am Samstag in Bern ruft auch bei den Polizisten Kritik hervor. Der Präsident des Polizeiverbands des Kantons Bern (PVBK) wirft der Einsatzleitung vor, zu wenig Leute aufgeboten zu haben.

fest / Quelle: sda / Montag, 8. Oktober 2007 / 17:11 h

Bei einem wichtigen Fussballmatch in Bern werde jeweils das ganze Polizeikonkordat Nordwestschweiz aufgeboten, sagte PVBK-Präsident Markus Meyer der Nachrichtenagentur SDA. In diesem Fall hingegen hätten Angehörige der Berner, der Aargauer und der basellandschaftlichen Kantonspolizei in Bern ausgeholfen. Wegen eines ungenügenden Dispositivs und wegen zu wenig Leuten habe Berns Polizei am Samstag eine schlechte Figur gemacht, so Meyer weiter. Er bestätigte damit entsprechende Aussagen gegenüber Schweizer Radio DRS. Seine Kritik stütze sich auf Aussagen von Polizisten und eigene Beobachtungen. Laut Thomas Jauch, Sprecher der Stadtpolizei Bern, ist es nicht richtig, dass bei wichtigen Fussballspielen mehr Polizei im Einsatz steht als am Samstag. Wie viele Polizisten es am Samstag waren, gibt die Polizei nicht bekannt.

Zu viele «Brandherde»

Jauch anerkannte aber, dass am Samstag nicht genügend Leute im Einsatz gestanden seien. Es habe zu viele «Brandherde» gegeben, so dass eine Gruppe von Randalierern von der Polizei unbemerkt auf dem Bundesplatz wüten konnte.



Es sei zuwenig Polizei vor Ort gewesen, wird kritisiert. /

Die Polizei sei fälschlicherweise davon ausgegangen, dass Randalier in einer oder zwei Gruppen aufträten. Die Stadtpolizei Bern prüft nun, ob sie gegen die Organisatoren der Gegendemonstration Strafanzeige erheben will. Organisiert wurde die Gegendemonstration auf dem Münsterplatz vom Anti-SVP-Komitee «Schwarzes Schaf».

42 Verhaftungen

Die Ausschreitungen forderte 21 Verletzte. 42 Personen wurden verhaftet. Die Stadtpolizei Bern geht von einer Schadensumme aus, die «ganz sicher sechsstellig ist», wie Franz Märki sagte.


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