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Mögliche Strafanzeige nach Krawallen in BernBern - Nach den Krawallen vom Samstag in Bern prüft die Stadtpolizei Bern, ob sie gegen die Organisatoren der Gegendemonstration Strafanzeige erheben will. Die Ausschreitungen forderte 21 Verletzte. 42 Personen wurden verhaftet.fest / Quelle: sda / Montag, 8. Oktober 2007 / 17:27 h
Die Juristen der Stadtpolizei Bern prüften die Möglichkeit einer Strafanzeige, sagte Sprecher Franz Märki der Nachrichtenagentur SDA auf Anfrage. Als Straftatbestand in Frage kommt laut dem Departement für Strafrecht und Kriminologie der Uni Bern Anstiftung zu Sachbeschädigungen, Landfriedensbruch und Körperverletzungen.
Jemand könne aber nur dann wegen Anstiftung zu diesen Taten verurteilt werden, wenn ihm Vorsatz nachgewiesen werde. Organisiert wurde die Gegendemonstration auf dem Münsterplatz vom Anti-SVP-Komitee «Schwarzes Schaf».
Lieferwagen angesteckt Die Stadtpolizei Bern geht von einer Schadensumme aus, die «ganz sicher sechsstellig ist», wie Franz Märki sagte. Einen sechsstelligen Schaden macht allein schon die Firma Bell geltend. Ihr gehört der Lieferwagen, der am Samstag auf dem Bundesplatz in Brand gesteckt wurde. Polizisten am Samstagabend auf dem Bundesplatz. /
![]() Das Unternehmen reichte eine Anklage gegen Unbekannt ein. Zunächst hatte Bell erwogen, die Stadt einzuklagen. Die Krawalle vom Samstag sorgen auch im Ausland für Schlagzeilen. Einige Medien zeichnen dabei unter dem Eindruck des SVP-Wahlkampfs das Bild einer fremdenfeindlichen Schweiz. Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey befürchtet einen Image-Schaden. Schweizer Image lädiert Vorkommnisse wie diese verhinderten, dass die Schweiz ihr Bild als Brückenbauerin und Nation des Dialogs im Ausland aufrecht erhalten könne, sagte Calmy-Rey im Westschweizer Radio. Das gefährde das Wohl des Landes, denn immerhin verdiene die Schweiz einen von zwei Franken im Ausland. Als Reaktion auf die Krawalle in Bern fordert die Grüne Freie Liste der Stadt Bern den Ausschluss des grünen Stadtrats Daniele Jenni aus der nationalen Mutterpartei. Jennis Äusserungen rund um die Vorfälle seien inakzeptabel.
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