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Ogi verurteilt Krawalle

Bern - Alt-Bundesrat Adolf Ogi befürchtet wegen der Krawalle in Bern einen Image-Schaden für die Schweiz im Ausland, der so gross ist wie jener beim Swissair-Grounding. Und das Grounding sei das schlechteste Bild gewesen, das es über die Schweiz je gegeben habe.

rr / Quelle: sda / Sonntag, 14. Oktober 2007 / 11:13 h

Negative Berichte wie in der «New York Times» seien nicht zu unterschätzen, sagte Ogi in einem Interview mit dem «Sonntag». Solche Beiträge würden gelesen in internationalen Organisationen und den Chefetagen der grossen Unternehmungen. Die Meinungsführer dächten sich dann: «Die Schweiz war doch einmal ein Land, in dem Ordnung herrschte.»

Erstaunen über Behörden

Für die Ausschreitungen könne man nicht die SVP verantwortlich machen, nahm Ogi seine Partei in Schutz. «Ich staune schon über die Berner Behörden.



Adolf Ogi sieht das Bild der Schweiz in Gefahr. /

Sie tolerierten eine unbewilligte Gegenkundgebung. Und der Bundesplatz war nicht bewacht.»

Kritik an der SVP

Die Polarisierung in der Politik müsse aufhören, kritisierte Ogi. Der Personenkult um Christoph Blocher sei völlig unschweizerisch. «Man darf sich bei der SVP schon fragen, ob sie so eine zukunftsgerichtete Politik im Interesse des Landes, seiner Menschen und Wirtschaft betreibt.» Früher hätten sich Bundesräte auch heftig gestritten, sagte Ogi, angesprochen auf seine Auseinandersetzungen mit dem damaligen Finanzminister Otto Stich (SP). «Doch wir haben uns nachher wieder zusammengerauft.» Sein Eindruck sei, dass momentan dieser Wille und diese Fähigkeit verloren gingen.

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