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Der Schweiz droht ein Ärztemangel

Bern - Die Zahl der Studienplätze muss deshalb erhöht werden. Dies fordert der Schweizerische Wissenschaftsrat (SWTR), der den Bundesrat in Fragen der Wissenschafts-, Forschungs- und Innovationspolitik berät.

fest / Quelle: sda / Montag, 29. Oktober 2007 / 12:13 h

In seinem vom Staatssekretariat für Bildung und Forschung bestellten Bericht fordert der SWTR, die Anzahl der Studienplätze an den medizinischen Fakultäten um 20 Prozent auf rund 1200 zu erhöhen. Zudem sei die ärztliche Berufsbildung zu überdenken: Die Schweiz bilde nicht die Ärzteschaft aus, die sie brauche. Mehr als 2000 junge Leute wollten gemäss SWTR in diesem Jahr ein Medizinstudium ergreifen. Aber es standen nur 984 Studienplätze zur Verfügung. Der steigende Bedarf an Ärztinnen und Ärzten könne nur aus dem Ausland gedeckt werden. Der Anteil von Assistenzärzten aus der EU habe sich seit 2000 auf 39 Prozent verdoppelt.



Die Schweiz besorgt sich ihre Fachkräfte, vorallendingen Ärzte, aus dem Ausland. /



Mehr als 2000 junge Leute wollten in diesem Jahr ein Medizinstudium ergreifen, aber nur 984 wurden zugelassen. /

Numerus clausus sinnvoll?

Der SWTR stellt deshalb die Frage, ob der Zugang zum Medizinstudium per Numerus clausus weiter so zu beschränken sei, dass andernorts ausgebildetes Personal rekrutiert werden müsse. Das heutige Gesundheitssystem sei auf Immigration angewiesen und trage damit zum «brain drain» aus unterversorgten Ländern bei. Es sei dringend erforderlich, mehr Hausärztinnen und Hausärzte für die freie Praxis auszubilden. Nur noch knapp 10 Prozent der Assistenzärtinnen und -ärzte strebten eine Weiterbildung in Allgemeinmedizin an. Das sei zu wenig. Lehrstühle und Institute für Hausarztmedizin und Praxisassistenzen seien zu fördern.

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