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Zürich muss für Globus-Kopie tief in Tasche greifenZürich - Die vom Kanton Zürich dem Kanton St. Gallen versprochene Kopie eines Erd- und Himmelsglobus kostet 862'000 Franken. Mit soviel hat die Zürcher Regierung nicht gerechnet, sie sieht das Projekt aber als Chance für die historische Forschung.bert / Quelle: sda / Donnerstag, 8. November 2007 / 15:50 h
Der Erd- und Himmelsglobus - ein Meisterstück aus dem 16. Jahrhundert - war eines der Objekte eines Jahre dauernden «Kulturgüterstreits» zwischen den Kantonen Zürich und St. Gallen.
Der Ostschweizer Kanton forderte den im zweiten Villmergerkrieg 1712 von den Zürchern als Beute nach Zürich geschafften wertvollen Globus zurück.
Der Streit wurde 2006 beigelegt. Der Kanton Zürich verpflichtete sich unter anderem, der St. Galler Stiftsbibliothek eine originalgetreue Kopie des über zwei Meter grossen Globus zu übergeben.
Das im Landesmuseum in Zürich ausgestellte Original bleibt dagegen im Besitz der Zürcher Zentralbibliothek.
Die Kopie soll im Frühjahr 2009 dem Kanton St. Gallen übergeben werden. /
![]() Spezialhandwerker benötigen 7000 Stunden Die Vorarbeiten für die Kopie sind abgeschlossen, wie Regierungssprecherin Susanne Sorg vor den Medien sagte. Um hinter die genaue Bauweise des Originals zu kommen, wurde der Globus umfassend geröntgt. Das über 400 Jahre alte Meisterwerk durfte wegen drohender Beschädigung nicht demontiert werden. Laut dem Projektleiter und Zürcher Staatsarchivar Beat Gnädinger werden für die nun folgende originalgetreue Herstellung rund 7000 Arbeitstunden verschiedenster Spezialhandwerker benötigt. Neben einem Spezialschreiner werden ein Kupferschmid aus dem Kanton Glarus, sowie Spezialrestauratoren, Kunst-, Portrait-, Figuren- und Schriftenmaler am Globus arbeiten. Inklusive der Vorarbeiten beschäftigen sich laut Gnädinger rund 40 Spezialisten mit dem Globus. Die Kopie soll dann im Frühjahr 2009 fertiggestellt und dem Kanton St. Gallen übergeben werden. Die Kosten deckt die Zürcher Regierung neben namhaften Mitteln aus dem Lotteriefonds durch einen Antrag in Höhe von 341 000 Franken ans Parlament im Rahmen des Budgets 2008.
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