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Haltungsänderung im Kampf gegen die Armut Bern - Um die Zahl der Armen und Hungernden bis 2015 zu halbieren, muss die Landwirtschaft wieder im Zentrum der Entwicklungshilfe stehen. Dies verlangte in Bern Derek Byerlee, Mitautor des Weltentwicklungsberichts 2008 der Weltbank.
bert / Quelle: sda / Freitag, 9. November 2007 / 13:19 h
Nur so könne das Milleniumsziel erreicht werden, auch wenn dieser Bereich allein keine Wunder vollbringen könne, sagte Byerlee an einer Konferenz zum Bericht. Zur Fachtagung eingeladen hatten die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA, das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO und das Bundesamt für Landwirtschaft.
Die Regierungen würden zu wenig in die Landwirtschaft investieren, kritisierte Byerlee. Aus dem Weltentwicklungsbericht geht hervor, dass die Unterstützung für landwirtschaftliche Projekte in Entwicklungsländern durch die Weltbank von 1980 bis 2000 stetig zurückging. Danach ging es wieder leicht bergauf.
Fast ein Drittel der Menschheit muss mit weniger als zwei Dollar pro Tag auskommen. /
![]() Laut Byerlee muss fast ein Drittel der Menschheit mit weniger als zwei Dollar pro Tag auskommen, und Dreiviertel der Armen in den Entwicklungsländern leben und arbeiten in ländlichen Gebieten. «Eine radikale Haltungsänderung ist unabdingbar», sagte Byerlee vor den rund 50 Fachpersonen aus der Entwicklungshilfe. Der Autor äusserte sich auch zu Biotreibstoffen: Im Gegensatz zu UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler, fordert Byerlee kein Moratorium. Die Haltungsänderung in der Entwicklungshilfe in einer anschliessenden Diskussion begrüsst, wie es in einer DEZA-Medienmitteilung heisst. Die DEZA bekräftigte, dass die Schweizer Hilfe in der Entwicklungszusammenarbeit beibehalten würde: Laut DEZA-Vertreter Jürg Benz stellt die Schweiz jährlich 120 bis 150 Millionen Franken für diesen Bereich bereit, was 15 bis 20 Prozent des Gesamtbudgets auf bilateraler Ebene entspreche.
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