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Swiss-Passagiere können nicht nach Libyen

Bern - Die libyschen Behörden haben am Sonntag in Tripoli 37 Passagieren eines Swiss-Fluges aus Zürich die Einreise verweigert. Libyen hatte die Einreisebestimmungen ohne Vorankündigung geändert. Die Schweiz protestierte dagegen.

fest / Quelle: sda / Montag, 12. November 2007 / 19:27 h

Das nordafrikanische Land lässt nur noch Ausländer mit arabischem Pass oder mit einer offiziell beglaubigten arabischen Übersetzung des Reisepasses ins Land. Diese Änderung wurde jedoch vorher nicht mitgeteilt, wie Swiss-Sprecher Jean-Claude Donzel eine Meldung von «NZZ Online» bestätigte. An Bord des Swiss-Flugs waren 115 Passagiere. 37 von ihnen mussten am Sonntag mit dem gleichen Flugzeug in die Schweiz zurückkehren, obwohl sie gültige Reisepässe hatten. Wegen der Probleme sei der Flug zwei Stunden verspätet gewesen.

Auch französische Maschine zur Rückkehr gezwungen

Die neue Bestimmung traf auch andere Gesellschaften. So wurde am Sonntag ein Flugzeug der französischen Charterlinie Air Méditerranée mit 137 Passagieren an Bord zur Rückkehr nach Paris gezwungen. Die Schweiz reagierte auf die verschärften Bestimmungen.



Die Passagiere wurden erst nach der Landung über das neue Passgesetz informiert. (Archivbild) /

Nach Angaben des Sprechers des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) wurde der Geschäftsträger der libyschen Botschaft in Bern «zu einem Treffen ins Bundeshaus eingeladen».

Diplomatischer Protest

Dort habe das EDA seinem «Erstaunen über das Vorgehen der libyschen Behörden Ausdruck gegeben», sagte der Sprecher der Nachrichtenagentur SDA. In der Diplomatensprache wird dies als Protest gewertet. Gemäss Angaben der Swiss startet der nächste Flug von Zürich nach Tripoli am Dienstag. Gebucht seien bislang 60 Plätze. Vor dem Abflug würden die Reisepapiere überprüft. Die Passagiere seien informiert worden.



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