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Rechtsextreme keine Modernisierungsverlierer

Bern - Jugendliche Rechtsextreme seien keine Modernisierungsverlierer - also keine Opfer von ökonomischen und gesellschaftlichen Umbrüchen. Stattdessen ist gemäss einer Studie des Nationalfonds die Familie und das soziale Umfeld entscheidend.

ht / Quelle: sda / Donnerstag, 17. Januar 2008 / 12:38 h

Die Forschenden um Thomas Gabriel von der sozialpädagogischen Forschungsstelle der Universität Zürich machten drei unterschiedliche familiäre Muster und biografische Verläufe von Rechtsextremen aus. Eine erste Gruppe von Jugendlichen würde sich durch Überanpassung abgrenzen. Sie übernähmen demnach rechte Einstellungen der Eltern und Grosseltern, wird in einem Communiqué mitgeteilt. Als zweiten Typ sehen die Forschenden Jugendliche, die Gewalt und Missachtung in der Familie erleben und auf der Suche nach Anerkennung sind.



Überanpassung oder Anerkennungsuche sind häufige Gründe. /

Weiter gebe es eine Gruppe, die sich von den Erwachsenen nicht genügend wahrgenommen fühle. Die fehlende Wahrnehmung kompensierten diese Jugendlichen mit Erfahrungen im rechtsextremen Umfeld.

Kein Pauschalrezept

Die Studie schliesst aus den Ergebnissen, dass es keine pauschal richtige Intervention im Umgang mit jugendlichen Rechtsextremisten gibt. Es sei dagegen wichtig die einzelnen biographischen Verläufe der Jugendlichen zu kennen und darauf zu reagieren. Die Forschenden hatten für die Studie 26 Jugendliche befragt, die eine rechtsextreme und rassistische Einstellung besitzen und sich im rechtsextremen Umfeld bewegen.



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