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Fair-Travel: Jeder Reisende pflanzt einen BaumWien - Ein einziger Euro pro Fluggast kann in ökologisch bedrohten Regionen einen wesentlichen Beitrag leisten: Die Klimaschutz-Organisation Fair-Travel pflanzt dafür einen Baum in Mexiko, Peru oder Mosambik.ht / Quelle: pte / Samstag, 19. Januar 2008 / 10:31 h
Das österreichische Reiseunternehmen Columbus ist einer der ersten Veranstalter, der mit der Klimaschutz-Organisation kooperiert. Pro Fluggast zahlt der Veranstalter einen Euro an Fair-Travel. Im Rahmen der Reisemesse-Wien wurde das Projekt nun vorgestellt.
«Die Formel, die wir als Non-Profit-Organisation haben, ist einfach: ein Reisender ist ein Baum ist gleich ein Euro», erklärt Fair-Travel-Mitbegründer Jürgen Bluhm das Konzept. Dass das Geld auch tatsächlich dorthin fliesst, wo es gebraucht wird, dafür trägt die Klimaschutzorganisation die Verantwortung.
«Alle von uns initiierten Projekte, derzeit sind es jene in Mexiko, Peru und Mosambik, werden von uns auch vor Ort betreut und sind mit lokal agierenden Organisationen akkordiert», so Bluhm. «In Mexiko haben wir bis heute rund 45'000 und in Peru 12'000 Bäume gepflanzt», verweist Bluhm auf den Erfolg von Fair-Travel, die auch den Richtlinien internationaler Organisationen wie etwa der Weltbank folgt.
Menschen in Stammgebiete zurückholen Ein gutes Beispiel dafür ist das Wiederaufforstungsprojekt in Michoacan im Westen Mexikos. Bekannt geworden ist diese Region für das massenhafte Auftauchen der Monarch-Schmetterlinge, die zum Teil bis zu 4'000 Kilometer von Kanada und den USA hierher kommen, um sich zu paaren. «Nach Jahren des illegalen Holzeinschlags und der Entmineralisierung der Böden durch einseitige Landwirtschaft, hat die Bevölkerung die negativen Folgen der Waldrodung massiv zu spüren bekommen», so Bluhm. Hier wurden mit Hilfe von Fair-Travel gezielte Aufforstungsprojekte in Angriff genommen. «Überall auf der Welt verschwinden die Primärwälder. Wir wollen vor allem dort tätig werden, wo die ländliche Armut am grössten ist und jene Menschen zurückholen, die oftmals ihre Heimatregion verlassen mussten, weil sich die Lebensbedingungen dort derart verschlechtert haben», so Bluhm. Das sei vor allem in den immer grösser werdenden Slums von Mexiko-City oder Lima deutlich spürbar.Primärwälder gefährdet «Die einfache Formel von Fair-Travel haben bisher die Unternehmer, aber auch die Industrie gut angesprochen», so Bluhm.Die einfache Formel wirkt ansprechend. /
![]() Grosse Unternehmen wie etwa Studiosus, ADAC-Reisen, Windrose und ZEIT-Reisen konnten bisher dafür gewonnen werden. «Auf grosse mediale Auftritte hat Fair-Travel bisher verzichtet, denn jeder Cent wird für die Projekte verwendet. Alle Mitarbeiter und Helfer arbeiten ehrenamtlich.» In Zukunft will Fair-Travel zudem auch Schwerpunkte für eine bessere medizinische Versorgung und die Stärkung der Frau in den Zielländern setzen. Grenzen in der Ausweitung der Projektländer gebe es nicht. «Ziel wäre es in 150 Staaten der Welt tätig zu sein und etwas gegen die Armut zu unternehmen», meint Bluhm, der selbst jahrelang als Reiseleiter in Lateinamerika tätig war. Wachsender Druck Dass Columbus-Reisen in erster Linie europäische Ziele im Portfolio hat, mit Fair-Travel allerdings Projekte in Übersee unterstützt, stört Alexander Richard, Geschäftsführer von Columbus-Reisen nicht. Da die Welt immer weiter zusammenwachse, sei das im Sinne einer globalen Partnerschaft zu verstehen. «Es ist uns darum gegangen, dass wir unsere Kunden nicht auffordern wollten, nach der Reise einen weiteren Obolus zu leisten, sondern, dass wir als Unternehmer je Fluggast einen Euro an die Non-Profit-Organisation leisten», erklärt Richard. Der Fair-Travel-Slogan «Protect The World We Travel In» habe ihn jedenfalls persönlich angesprochen. Sorge, dass das gespendete Geld nicht sinngemäss verwendet wird, hat Richard nicht. In Mexiko könne man noch mindestens weitere 1,5 Mio. Bäume pflanzen, in Peru sogar fünf Mio. «Nach Angaben der Welttourismus-Organisation WTO werden bis 2015 rund 1,2 Mrd. Menschen reisen. Der Druck wächst also enorm, daher ist es notwendig etwas für das Klima zu tun», so Richard abschliessend.Links zum Artikel:
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