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Kritische Lage der Bevölkerung im Gazastreifen

Genf - Die Lage für die Zivilbevölkerung im Gazastreifen hat sich nicht verbessert - trotz des Versprechens Israels, die Blockade zu lockern und trotz der Öffnung der Grenze zu Ägypten. Zudem leiden die Menschen unter dem schlechten Wetter und der Kälte.

smw / Quelle: sda / Freitag, 1. Februar 2008 / 19:56 h

Mehrere UNO-Organisationen in Genf warnten, dass sich die humanitäre Krise im Gazastreifen noch verschlimmern könnte. «Wegen des Dauerregens und weil unsere Lager an der ägyptischen Grenze langsam leer werden, könnte sich die Krise zuspitzen», sagte der Sprecher des UNO-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA). Israel liefere weiter zuwenig Treibstoff für das einzige Kraftwerk im Gazastreifen. Der Energiebedarf sei nur zu Dreivierteln gedeckt. In den letzten zehn Tagen hätten nur 28 UNWRA-Lastwagen die Grenze passieren dürfen, weitere 161 warteten weiter auf Grünes Licht durch die israelischen Behörden. Der kommerzielle Warenverkehr mit dem Gazastreifen bleibe verboten, sagte der Sprecher.



Die Lage für die Zivilbevölkerung im Gazastreifen hat sich nicht verbessert. /

Auch das Welternährungsprogramm WFP kann nicht alle geplanten Hilfslieferungen durchführen. In der vergangenen Woche seien neun WFP-Transporte in den Gazastreifen gelangt. «Um den Bedarf zu decken bräuchte es 15 Lastwagen täglich an fünf Tagen in der Woche», sagte sie. Laut UNICEF bezahlen die Kinder den Preis für die Einschränkungen. Die Schulen im Gazastreifen seien weder geheizt noch hätten sie Strom. Zahlreiche Kinder könnten deswegen ihre Examen nicht ablegen.

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