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Steueraffäre: Chef der deutschen Post tritt zurückBerlin - Die Steueraffäre in Deutschland weitet sich weiter aus: Mehrere hundert Steuerverfahren sind bei der Staatsanwaltschaft in Bochum hängig. Klaus Zumwinkel, Auslöser der Affäre, hat seinen Chefsessel bei der Deutschen Post geräumt.bert / Quelle: sda / Freitag, 15. Februar 2008 / 11:47 h
Der 64-jährige Topmanager werde auch als Verwaltungsratspräsident der Postbank abtreten, bestätigte die Deutsche Post.
Darüber hinaus soll er auch den Vorsitz im Verwaltungsrat der Deutschen Telekom räumen. Er stand fast 18 Jahre an der Spitze der Deutschen Post.
Als Grossaktionärin beider Unternehmen reagierte die Bundesregierung schnell. Sie nahm Zumwinkels Rücktrittsangebot umgehend an.
Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüsste den Rückzug. Der mutmassliche Steuerbetrug sei «jenseits dessen, was ich mir habe vorstellen können», sagte Merkel.
Tausende Verdächtige Der Druck auf Zumwinkel war nach Bekanntwerden der Vorwürfe einer Steuerhinterziehung in der Höhe von rund einer Million Euro immer stärker geworden.Gegen Klaus Zumwinkel läuft ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung. /
![]() Zumwinkel soll Gelder in einer liechtensteinischen Stiftung versteckt haben. In der Steueraffäre sind möglicherweise tausende Verdächtige ins Visier der deutschen Fahnder geraten. Es handle sich um eine vierstellige Zahl, hiess es aus Regierungskreisen in Berlin. Gestohlene Kundendaten Die Liechtensteiner Bank LGT hat bekannt gegeben, dass es Hinweise auf eine unrechtmässige Weitergabe von gestohlenen Kundendaten gebe. Ein Zusammenhang zur deutschen Steueraffäre um Zumwinkel sei «nicht abschliessend erhärtet». Das 2002 entwendete Datenmaterial enthält laut Communiqué Informationen über Kundenbeziehungen der Banktochter LGT Treuhand, welche vor 2003 eröffnet worden waren. Kunden der LGT Bank seien nicht betroffen. Die LGT wolle Strafanzeige gegen Unbekannt einreichen. Der Diebstahl der Daten war bereits 2003 angezeigt und ein entsprechendes Gerichtsurteil gefällt worden, wie die Bank der liechtensteinischen Fürstenfamilie weiter mitteilte.
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