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Steueraffäre: «Mögliche Berührungen» mit CH-Konten?

Berlin - Das deutsche Bundesfinanzministerium erwartet aus den derzeit laufenden Ermittlungen gegen etwa eintausend mutmassliche Steuerhinterzieher mehrere hundert Millionen Euro Steuernachforderungen.

dl / Quelle: sda / Sonntag, 17. Februar 2008 / 13:03 h

Den Behörden sei ein «erfolgreicher Schlag» gegen Steuerhinterziehung gelungen, dank der Zusammenarbeit auf Landes- und Bundesebene, sagte der Sprecher des Bundesfinanzministeriums, Torsten Albig, in Berlin. Die für die erforderlichen Daten aufgewandten Mittel von etwas mehr als vier Millionen Euro «sind gut angelegtes Geld. Es gibt keinen Zweifel, dass sich der Staat gegen kriminelle Machenschaften zur Wehr setzen muss», fügte Albig hinzu. In die Steueraffäre in Deutschland könnten neben Liechtensteinischen Banken auch Schweizer Institute verwickelt sein. Das ist aus Sicht des Liechtensteinischen Bankenverbandes nicht auszuschliessen.

Liechtenstein und Schweiz hängen eng zusammen

Liechtenstein und die Schweiz hängen traditionell eng zusammen, sagte Michael Lauber, der den Liechtensteinischen Bankenverband leitet, in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Das Geld, das in liechtensteinischen Stiftungen angelegt sei, könne auch auf Bankkonten in der Schweiz oder anderen Ländern liegen, sagte Lauber.



Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sei in die Transaktion eingeweiht gewesen. /

Da könnte es «mögliche Berührungen» geben. Ob es konkret solche gebe, wisse er nicht. Deutsche Behörden ermitteln gegen zahlreiche wohlhabende Deutsche wegen Steuerhinterziehung in Liechtenstein. Der inzwischen zurückgetretene Post-Chef Klaus Zumwinkel steht im Visier der Staatsanwaltschaft Bochum. Er soll rund eine Million Euro Steuern über Stiftungen in Liechtenstein hinterzogen haben soll.

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