|
|

|
Aus dem Steuer geraten
.
von Patrik Etschmayer / Quelle: news.ch / Donnerstag, 21. Februar 2008 / 11:11 h

Es begann mit einem Datendiebstahl und entwickelt sich immer mehr zu einem Eklat, der ganz Mitteleuropa erschüttern könnte. Der Liechtensteiner Steuerskandal wirft ein faszinierendes und auch entlarvendes Bild auf jene Leute, die sich gerne als Vorbilder und Vorreiter der Gesellschaft sehen und darstellen.
Plötzlich stehen sie als Lügner und Betrüger da, die den Staat um Millionen an Steuern und Abgaben prellen. Dabei wird diesen «Staatsschädlingen» von Liechtenstein und der Schweiz geholfen, ihr Geld vor dem Deutschen Staat zu verstecken.
Auch wenn momentan vor allem das Fürstentum im Rheintal im Fadenkreuz von Deutschland ist, sollten wir Schweizer uns nicht allzu sicher fühlen. Auch hier könnten Daten geklaut und an den BND verschachert werden – vor allem weil der Marktpreis von 5 Millionen Euro pro DVD nun in der Öffentlichkeit steht. Ein für manche Bankangestellte vielleicht reizvolles Angebot, wenn sie eine ausserplanmässige Frühpensionierung anstreben.
So hat denn Deutschland Gauner mit Hilfe eines anderen Gauners geschnappt und – sollten diese Daten gerichtlich verwertet werden können – eine rechtliche Vorlage gegeben, in Zukunft Geheimdienste zur Steuerfahndung einzusetzen und nicht zur Terrorabwehr und anderen Unwichtigkeiten.
Was hingegen gar nicht zu Sprache kommt, in dem ganzen Trubel, der da im Moment veranstaltet wird, ist das Wesen der Steuern, deren Verwendung und auch deren Verschwendung. Niemand zahlt gerne Steuern (ausser der Berner Stadtpräsident Tschäppät, der dies von sich vor kurzem behauptete) und bemüht sich vermutlich je nach seinen Möglichkeiten darum, die Rechnung so klein wie es geht zu halten, wenn man dieser teuren Pflicht nachkommt.
Doch nicht nur der Steuerzahler, auch der Staat hat eine Verpflichtung: Nämlich jeden Franken, Euro oder was auch immer einkassiert wird, so sorgfältig wie möglich zu verwenden. Doch genau das passiert nicht. Weder in Deutschland, noch in der Schweiz oder sonst wo. Denn am Ende ist es fast das gleiche, ob Steuern hinterzogen oder Steuern verschwendet werden.
In der Schweiz ist das jüngste, spektakuläre Beispiel der Sozialhilfe-Skandal in Zürich, wo unter der Amtsvorsteherin Monika Stocker ohne Kostenrechnung und Verantwortungsbewusstsein irgendwelcher Art gegenüber den Steuerzahlern Geld versaut wurde. Doch es gibt noch viele andere kleinere und grössere Fische im Teich der Verschwendungen. Wenn mit viel Geld Verkehrskreisel mit Sichtbehinderungen ausgestattet, Kulturfördergelder vermauschelt, unnötige Militärbeschaffungen getätigt, überholte Subventionen aus reiner Bequemlichkeit weiter bezahlt werden, dann ist dies genau ein gleicher Beschiss am Staat – das heisst: uns allen – wie die Hinterziehung von Steuern. Und sollte genau gleich bestraft werden.
Aber dafür mag sich kein Politiker stark machen, mag keiner aufstehen. Vor allem in Deutschland, das momentan vorprescht und sich als Hüterin der Steuer-Moral darstellt, dürfte sich kaum ein Volksvertreter finden, der die Bestrafung von Steuerverschwendern glaubhaft fordern würde.
Dies ist vielleicht ein Teil des Problems, weshalb – speziell auch unter reichen Steuerzahlern, die vielfach tiefen Einblick in das Räderwerk des Staates haben, den sie bescheissen – das Hinterziehen von Steuern fast wie ein Sport betrachtet wird.
Die Empörung ist denn auch zu einem grossen Teil einfach Neid darauf, dass diese Leute, die sowieso schon mehr als genug haben, zudem noch über Möglichkeiten verfügen, ihre Vorteile weiter zu vergrössern. Von Mitleid mit und Sorge für den Staat hingegen ist nichts zu spüren. Das Opfer wird nicht als Opfer wahrgenommen. Dies ist das eigentliche Problem, das ist der 800-Pfund-Gorilla im Wohnzimmer, den niemand wahrnehmen will: Der Staat, das sind die Bürger. Doch die wollen nicht daran erinnert werden und das ist sehr bedauerlich. Irgendwas, so scheint es, ist da aus dem Steuer geraten.





Endlich: SMS versenden mit Outlook 2007/2010 St. Gallen - Das mühsame Getippe ist vorbei. Als erster Schweizer Anbieter stellt ASPSMS.COM eine Anbindung an den Mobile Service von Microsofts Outlook 2007/2010 zur Verfügung. Ohne zusätzliche Software können SMS bequem via Outlook 2007/2010 versendet werden – und das auch noch günstiger als mit dem Handy. Fortsetzung



|

|


|

|

Wie Politiker Demokratie abschaffen OK. Wulff ist eine Katastrophe, Merkel eine Verwaltungstechnokratin, Gingrich unausstehlich, Putin surreal, Sarkozy ein wandelnder Napoleon-Komplex, Obama nur im Wahlkampf zu gebrauchen, Barroso aalglatt, Orban ein Möchtegern-Führer und von den Schweizern fangen wir jetzt mal gar nicht an. Von wegen Kopfschmerzen und so. Fortsetzung

Der Held von Giglio Vermutlich erwarten Sie, dass hier nun der Fregattenkapitän Gregorio de Falco gelobt wird, dafür, dass er den armen, bedauerlichen, wegen der Schlagseite in eines der eigenen Rettungsboote gefallenen Kapitän Francesco Schettino zusammengestaucht und zur Rückkehr auf sein Schiff «Costa Concordia» aufgefordert hat. Doch solch sozialistische Polemiken werden Sie hier nicht lesen - nein! Fortsetzung

Romneys Kernkompetenz Soeben hat John Huntsman seinen Versuch, Kandidat der Republikaner für den kommenden Präsidentschaftswahlkampf zu werden, aufgegeben. Damit hat der einzige Kandidat, der irgend etwas ähnliches wie einen Funken Anstand und ein halbwegs der Realität entsprechendes Weltbild hatte, das Handtuch geworfen. Übrig bleiben religiöse und politische Fundamentalisten, ein grössenwahnsinniger Moralapostel und ein notorischer Lügner. Fortsetzung


Krise bietet Europa auch Chancen Washington - Der italienische Ministerpräsident Mario Monti sieht die anhaltende Finanzkrise auch als Möglichkeit für eine Stärkung Europas. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten hätten die EU gezwungen, einige ihrer strukturellen Probleme anzugehen und zu beheben. Fortsetzung

Griechenland hat ein Sparpaket Athen - Die Parteien der griechischen Regierungskoalition haben sich am Donnerstag doch noch auf ein Abkommen über neue Sparmassnahmen verständigt. Es blieb aber offen, woher die fehlenden 300 Millionen Euro des verlangten Sparvolumens kommen sollen. Fortsetzung

EZB hält Leitzins auf Rekordtief Frankfurt - Am Schicksalstag für Griechenland ist die Europäische Zentralbank (EZB) in Lauerstellung geblieben. Den Leitzins beliess sie auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent. EZB-Präsident Mario Draghi dämpfte Spekulationen auf eine Zinssenkung im März. Fortsetzung


Zweifel am Steuerabkommen mit Deutschland Berlin - Kurz vor der Abstimmung über das Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz im deutschen Bundesrat hat der baden-württembergische SPD-Finanzminister Nils Schmid den Widerstand seines Bundeslandes bekräftigt. Es sei «sehr unwahrscheinlich», dass sein Land zustimme, sagte er. Fortsetzung


US-Botschafter kritisiert Wegelin-Chefs Bern - Der amerikanische Botschafter in Bern macht die Chefs der Bank Wegelin selber für das Debakel verantwortlich. Sie hätten wissen müssen, dass es illegal sei, Kunden der UBS zu übernehmen, sagte Donald Beyer. Fortsetzung
|

|

|
|
Stellenmarkt.ch
|
 |
 |
 |
Risk Profiler/ in
6855 Sie koordinieren und steuern sämtliche Prozesse für zuverlässige Personensicherheitsprüfungen im Zuständigkeitsbereich der Fachstelle. Dabei... Fortsetzung
 |
 |
 |
IT Auditor für EMEA
Arbeiten Sie gerne in einem multikulturellen Umfeld? Wenden Sie gerne Ihre sehr guten Englischkenntnisse an? Sind Sie ein kommunikativer Typ, welcher... Fortsetzung
 |
|
|
|
|
|