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UNO stellt Forderungen an Liechtenstein

New York - Die Liechtensteiner Steueraffäre schlägt auch am UNO-Hauptsitz in New York Wellen. Der Leiter der UNO-Abteilung gegen Drogen und Verbrechen (UNODC) hat Vaduz aufgerufen, seine «finanzielle Integrität» zu verbessern.

ht / Quelle: sda / Freitag, 22. Februar 2008 / 22:44 h

«Steuerparadiese dürfen nicht dazu dienen, Gelder aus Verbrechen zu schützen,» sagte Anton Maria Costa in New York. Liechtensteins Bankgeheimnis sei zudem ein grosses Hindernis bei der Aufklärung von Finanzverbrechen, heisst es in einer UNODC-Medienmitteilung. Costa begrüsste Liechtensteins Ratifikation der UNO-Konvention über transnationale organisierte Verbrechen. Das Land mache damit einen wichtigen Schritt im Kampf gegen Menschenhandel und Schmuggel.



Vaduz soll laut UNO auch die Konvention über Korruption ratifizieren. /

UNO-Konvention über Korruption

Um seinen Ruf als Finanzplatz zu stärken, könne das Fürstentum aber noch mehr tun, sagte Costa. Er forderte Vaduz auf, die UNO-Konvention über Korruption zu ratifizieren. Damit würde Liechtenstein ein klares Signal senden, dass es die internationalen Bemühungen gegen Geldwäscherei und für die Rückgabe gestohlener Güter unterstütze, sagte Costa. Die Schweiz war massgeblich an der Ausarbeitung der Konvention gegen Korruption beteiligt und hat sie 2003 unterzeichnet. Der Prozess zur Ratifikation wurde laut der Schweizer UNO-Mission eingeleitet.

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