Die DVD wurde der deutschen Regierung angeboten. Das Finanzminiserium bestätigte einen entsprechenden Bericht des ARD-Fernsehens: «Es ist richtig, dass man mit weiteren Steuerdaten an das Bundesfinanzministerium herangetreten ist», sagte eine Sprecherin des Ministeriums.
Gemäss Bericht stammen die Daten von Hamburger Anwälten, deren Mandant bereits in der Vergangenheit die LLB erpresst haben soll.
Das Ministerium habe die Anwälte an die zuständigen Steuerfahnder und Behörden verwiesen, sagte die Sprecherin weiter. Es habe keine Verhandlungen gegeben. Man habe keinerlei Kenntnis über die Daten.
Die LLB sei bereits in der Vergangenheit erpresst worden. /

Weitere Geldübergabe geplant
Die LLB soll von 2005 bis 2007 rund 9 Mio. Euro an den Mandanten der Hamburger Anwälte und dessen Komplizen gezahlt und im Austausch dafür bereits mehrere hundert Datensätze zurückerhalten haben, wie es im Bericht unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft von Rostock weiter hiess.
Für nächstes Jahr sei eine weitere Geldübergabe geplant gewesen. Bevor es dazu kommen konnte, wurde der Inhaber der Daten jedoch verhaftet.
Demnach erhob die Staatsanwaltschaft Rostock Anklage wegen schwerer, gewerbsmässiger Erpressung. Die Staatsanwaltschaft bot ihm eine Strafmilderung an, wenn er die gestohlenen Daten aushändigt.