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Nationalrat will günstigeren biometrischen Pass

Bern - Der Nationalrat hat die Einführung des neuen biometrischen Schweizer Passes mit Gesichtsbild und Fingerabdrücken ab Mitte 2009 mit 102 zu 50 Stimmen gutgeheissen. Sein Preis soll familienfreundlich sein.

ht / Quelle: sda / Mittwoch, 12. März 2008 / 12:57 h

Zudem haben alle Schweizer weiterhin Anspruch auf eine preisgünstige nicht bio-metrische Identitätskarte ohne Chip. Nicht jeder wolle ins Ausland reisen. Viele benötigten die Karte lediglich zur Identifikation im Inland. Die biometrischen Fingerabdrücke auf dem Chip des Passes lesen dürfen neben Transportunternehmen Flughafenbetreibern nicht lediglich «andere», sondern «andere geeignete Stellen». Mit diesen Differenzen geht die Vorlage zurück an den Ständerat. Die Kommission hatte die Preisrichtlinie verlangt, da der biometrische Pass 06 in der seit September 2006 laufenden Projektphase 250 Franken kostet. Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf zerstreute Preisängste. Die biometrischen Identitätskarten und Pässe würden sich wegen der grösseren Mengen verbilligen. Auch würden die preisgünstigen Kombi-Angebote beibehalten.



Der Pass 06 kostet in der jetzigen Projektphase 250 Franken. /

Nach aktueller Einschätzung dürfte das Kombi-Angebot für Kinder mit 68 Franken zu Buche schlagen, für Erwachsene mit 148. Das entspreche in etwa dem heutigen Rahmen.

Verstärkter Datenschutz abgelehnt

Der Rat lehnte alle Anträge von linksgrüner Seite ab, die auf einen verstärkten Datenschutz zielten. Der biometrische Pass mit Gesichtsbild und zwei Fingerabdrücken ist im Schengen-Raum vorgeschrieben. Im Rahmen der Besitzstandwahrung muss ihn die Schweiz bis Mitte 2009 einführen. Für visafreie Reisen in die USA ist der aktuelle maschinenlesbare Pass 03 zulässig, wenn er vor dem 26. Oktober 2006 ausgestellt wurde. Wer mit einem später ausgestellten Pass 03 in die USA reisen will, braucht ein Visum. Visumsfrei geht es sonst nur mit dem biometrischen Schweizer Pass 06.

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