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Kinderpornos beim Westschweizer Radio RSR

Lausanne - Eine Affäre um kinderpornographische Bilder erschüttert derzeit das Westschweizer Radio RSR. Ein Informatiker, der die Affäre auslöste, wurde entlassen. Der Mitarbeiter, der die Bilder heruntergeladen hat, ist freigestellt.

rr / Quelle: sda / Donnerstag, 20. März 2008 / 18:07 h

Die Affäre sei ein Schock für das ganze Unternehmen, sagte RSR-Direktor Gérard Tschopp in Lausanne vor den Medien. Der Untersuchungsrichter hatte unter 250 bis 300 pornographischen Bildern deren 13 gefunden, die strafrechtlich relevant sind. Ein RSR-Mitarbeiter hatte die pornographischen Fotos 2005 an seinem Arbeitsplatz aus dem Internet heruntergeladen. Die Bilder waren damals von einem Informatiker entdeckt worden, der nun auch die Affäre ins Rollen brachte, indem er ein Mail an die gesamte Belegschaft schickte. Als Folge dessen wurde er entlassen.

Bereits 2005 verwarnt

Der Mitarbeiter, der die Fotos heruntergeladen hatte, war 2005 verwarnt und von einem Psychiater behandelt worden. Ausserdem wurde ihm vom Arbeitgeber eine dreieinhalbjährige Probezeit auferlegt.



Der Informatiker werde nicht mehr wieder eingestellt. (Archivbild) /

Die Fotos wurden von RSR an einem Ort abgespeichert, der nicht allen Mitarbeitern zugänglich war, falls der Mitarbeiter rückfällig werden würde. Seither habe der Mitarbeiter, der die Bilder heruntergeladen habe, sich nichts mehr zuschulden kommen lassen, sagte Tschopp am. Er ist derzeit krankgeschrieben und bis zum Gerichtsurteil freigestellt.

Gegen die Gebote der Vertraulichkeit verstossen

Tschopp betonte, der Informatiker, der die Affäre ausgelöst habe, werde nicht mehr eingestellt. Dieser habe mehrmals gegen die Gebote der Vertraulichkeit verstossen. In der Informatik sei jedoch Vertraulichkeit absolut notwendig. Untersuchungsrichter Philippe Vautier sagte auf Anfrage, der RSR-Mitarbeiter, der die Bilder heruntergeladen habe, müsse nicht mit einer gravierenden Strafe rechnen.

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