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Kinderpornobilder beim RSR: Direktion angegriffenLausanne - In der Affäre um kinderpornographische Bilder, die bei einem Mitarbeiter des Westschweizer Radios (RSR) gefunden worden waren, melden sich die konsultierten Experten zu Wort. Sie fühlen sich von der Radiodirektion benutzt.li / Quelle: sda / Sonntag, 23. März 2008 / 11:23 h
Sie seien «schockiert» über die Rolle, die ihnen die RSR-Direktion in der Affäre zugeteilt habe. «Wir haben nie als Experten geamtet und sind sehr erstaunt, als solche präsentiert zu werden», erklärte der Psychiater Gérard Salem in «Le Matin Dimanche».
Pornographische Bilder Die Affäre geht auf das Jahr 2005 zurück: Damals entdeckte ein Informatiker, dass ein RSR-Mitarbeiter an seinem Arbeitsplatz pornographische Bilder aus dem Internet heruntergeladen hatte. Der Mitarbeiter wurde in der Folge verwarnt, und erhielt vom Arbeitgeber eine dreieinhalbjährige Probezeit auferlegt.Strafrechtliche Relevanz Die RSR-Leitung stützte sich dabei auf die Meinung von Experten, welche die Bilder begutachteten. Diese kamen 2005 zum Schluss, die Fotos seien ein «Grenzfall», aber strafrechtlich nicht relevant. Die Experten bestreiten, eine echte Expertise abgeliefert zu haben, sie nur 25 bis 30 Bilder zu sehen bekommen. /
![]() Das sieht der inzwischen aktiv gewordene Untersuchungsrichter anders: er sah bei 13 Bildern der 250 bis 300 Bilder eine strafrechtliche Relevanz. Keine offiziellen Experten Die Experten bestreiten nun, eine echte Expertise abgeliefert zu haben. Als sie 2005 aufgeboten wurden, hätten sie nur 25 bis 30 Bilder zu sehen bekommen, die keinen pädophilen Charakter gehabt hätten. Die Visionierung habe kaum eine Stunde gedauert «und wir haben bloss einen freundschaftlichen und informellen Rat erteilt». RSR-Direktor Gérard Tschopp reagierte auf Anfrage erstaunt auf die massiven Vorwürfe des Psychiaters. Die drei Experten hätten Einblick in sämtliche Files gehabt, sagte Tschopp der Nachrichtenagentur sda. Er wisse aber nicht im Detail, wieviele Bilder die Experten im Detail visioniert hätten.
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