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Ban Ki Moon verlangt grosszügigere Spenden

Rangun - UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat grosszügigere Spenden für die Opfer des Zyklons in Birma angemahnt. Jede Hilfe, die nicht an Bedingungen geknüpft sei, sei willkommen, sagte Ban auf einer Geberkonferenz in Rangun.

dl / Quelle: sda / Sonntag, 25. Mai 2008 / 09:56 h

Bislang seien 30 Prozent der von der UNO erbetenen 201 Millionen Dollar eingegangen, weitere 20 Prozent seien versprochen. Ban betonte zudem, die Regierung Birmas scheine sich nun zu bewegen, nachdem bürokratische Hindernisse eine effektive Hilfe zuvor beträchtlich behindert hätten. Der birmesische Regierungschef Thein Sein betonte, sein Land akzeptiere nur Spenden und Hilfe von Ländern, die keinerlei Auflagen machten.



Ban Ki Moon berichtet über die Einstellung des birmesischen Ministerpräsidenten Thein Sein. /

«Wir freuen uns über jede Hilfe, die aus gutem Willen gegeben wird, vorausgesetzt es werden keine Auflagen gemacht und nichts wird politisiert», sagte er. Bei der von den UNO und dem südostasiatischen Staatenbündnis ASEAN organisierten Konferenz trafen in Rangun 500 Vertreter aus mehr als 50 Ländern - darunter der Schweiz - zusammen, um finanzielle Hilfen für das seit Jahren abgeschottete Land zu koordinieren.

10,7 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau

Die burmesische Militärregierung schätzt die Kosten für den Wiederaufbau auf 10,7 Milliarden Dollar. Sie beharrt auf ihrem Standpunkt, dass die Überlebenden inzwischen ausreichend versorgt seien und die Phase des Wiederaufbaus begonnen habe. Die Vereinten Nationen gehen hingegen davon aus, dass auch drei Wochen nach dem verheerenden Wirbelsturm «Nargis» erst ein Viertel der rund 2,5 Millionen Bedürftigen ausreichend versorgt ist. 134 000 Menschen sind tot oder gelten als vermisst. Experten befürchten noch mehr Opfer, wenn in den kommenden Monaten nicht Lebensmittel, Medizin und andere Hilfsgegenstände in ausreichender Menge bereitgestellt werden.

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