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Treibstoff aus Nahrung verschärft den Hunger Bern - Die Treibstoff-Gewinnung aus Nahrungsmitteln ist nach Meinung von Swissaid ein Irrweg. Sie verschärfe den Hunger in der Welt. Das Hilfswerk fordert ein Moratorium für die Produktion von Agro-Treibstoffen und einen Stopp ihrer staatlichen Förderung.
bert / Quelle: sda / Mittwoch, 28. Mai 2008 / 21:43 h
«Die Konsequenzen des Agrotreibstoff-Booms sind mehrheitlich negativ», erklärte Swissaid-Geschäftsleiterin Caroline Morel. Die Entwicklungsorganisation führt am Donnerstag ein internationales Symposium zu dem Thema durch.
Immer mehr Kulturland werde für den Anbau von Pflanzen zur Gewinnung von Treibstoff - etwa Agrodiesel, Agroethanol - verwendet. Dies gehe vielfach auf Kosten des traditionellen Nahrungsmittelanbaus und der Umwelt.
«Für eine 95-Liter-Tankfüllung eines Autos mit reinem Ethanol sind ca.
Gemäss Caroline Morel sind die Konsequenzen des Agrotreibstoff-Booms mehrheitlich negativ. /
![]() 200 Kilo Mais nötig - genug, um eine Person ein Jahr lang zu ernähren», sagte Morel gemäss Redetext. Der Boom der Agrotreibstoffe sei einer der Hauptgründe für die Preisexplosion bei den Nahrungsmitteln und damit für die aktuelle Hungerkrise. Politische Trendwende gefordert Swissaid fordert daher eine politische Trendwende. Sie lehnt Importe von industriell produzierten Agrotreibstoffen aus Entwicklungs- und Schwellenländern ebenso ab wie die direkte oder indirekte Subventionierung von solchen Importen. Auf internationaler Ebene müsse sich die Schweiz für ein Moratorium für die industrielle Produktion von Agrotreibstoffen einsetzen. Sie solle «wirklich nachhaltige Ansätze zur Bekämpfung der Klimaerwärmung und der Nahrungsmittelkrise» entwickeln.
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