In den kommenden zehn Jahren werde der um die Inflation bereinigte Preis für Reis und Zucker «in der Grössenordnung von knapp 10 Prozent» über dem Durchschnittswert der vergangenen Dekade liegen, hiess es in ihrer in Paris vorgestellten Studie.
Der Preis für Pflanzenöl werde gut 50 Prozent höher sein. Derzeit seien die Preise nahezu aller Grundnahrungsmittel auf einem Rekordhoch.
Die Weltgemeinschaft müsse sich dringend abstimmen, «um auf die Auswirkungen höherer Preise auf die Hungernden und Armen zu reagieren», forderte FAO-Generaldirektor Jacques Diouf.
Die Preise für Grundnahrungsmittel bewegen sich auf einem Rekordhoch. /

Agrar-Investitionen gefordert
«Heute leiden rund 860 Millionen Menschen an Hunger und Mangelernährung - das zeigt, wie wichtig es ist, wieder stärker in die Landwirtschaft zu investieren», erklärte Diouf. OECD-Generalsekretär Angel Gurría forderte eine Liberalisierung des Handels.
Den Organisationen zufolge leidet vor allem die Stadtbevölkerung in armen Ländern an den hohen Preisen für landwirtschaftliche Erzeugnisse, weil sie sich nicht selbst mit Nahrungsmitteln versorgen kann.
Neue Essgewohnheiten in den Schwellenländern, Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum trieben die Nachfrage nach Nahrungs- und Futtermitteln voran. Die Experten kritisierten auch die Förderung von Biotreibstoffen scharf.