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UNO-Generalsekretär fordert «kühne Massnahmen» Rom - UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat zur Eröffnung des Welternährungsgipfels in Rom «kühne und wichtige Massnahmen» im Kampf gegen die Nahrungsmittelkrise und den Hunger in der Welt verlangt.
rr / Quelle: sda / Dienstag, 3. Juni 2008 / 11:27 h
«Um den Hauptursachen dieser globalen Ernährungskrise zu begegnen, wollen wir verbindliche Verpflichtungen für die Zukunft», sagte Ban Ki Moon vor den Staats- und Regierungschefs aus mehr als 40 Ländern.
Er rief die Teilnehmer auf, die «historische Gelegenheit» für eine «Wiederbelebung der Landwirtschaft» zu nutzen. Nahrungsmittelpolitik dürfe nicht zu Verarmung führen, betonte Ban.
Die Staaten müssten mehr verbindliche finanzielle Unterstützung leisten und keine Hilfe in Form von Krediten. Die Lebensmittelproduktion müsse bis zum Jahr 2030 verdoppelt werden, um den weltweiten Bedarf zu decken.
Zeit zu handeln «Die Zeit des Redens ist vorbei, jetzt ist die Zeit zu handeln», rief Generaldirektor Jacques Diouf von der UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) in Rom aus. Ban Ki Moon sprach von einer «historischen Gelegenheit». /
![]() Mutige Entscheidungen seien notwendig, um eine gefährliche Verschärfung der Krise zu vermeiden. Papst Benedikt XVI. erklärte in einer Grussbotschaft, «Hunger und Unterernährung» seien «inakzeptabel» in der heutigen Zeit, in der das notwendige Wissen und die nötigen Ressourcen für eine Verhinderung derartiger «Dramen» vorhanden seien. Gemeinsam mit dem UNO-Generalsekretär sucht die FAO auf der dreitägigen Konferenz mit Delegationen aus 50 Staaten Wege gegen die Preisspirale und Zukunftsstrategien gegen Hunger und Unterernährung. Unter den Teilnehmern sind die Präsidenten Brasiliens, Argentiniens, Frankreichs, Irans und Ägyptens, Luiz Inácio Lula da Silva, Cristina Kirchner, Nicolas Sarkozy, Mahmud Ahmadinedschad und Husni Mubarak. Die Schweizer Delegation wird vom Direktor des Bundesamtes für Landwirtschaft geleitet.
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