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Präzisierte Richtlinien bei PädophilieverdachtBern - Die katholische Kirche wird auch künftig nicht bei jedem Verdacht eines sexuellen Übergriffs an die Justiz gelangen. Die Schweizer Bischofskonferenz will ihre Richtlinien präzisieren, aber nicht grundlegend ändern.bert / Quelle: sda / Donnerstag, 5. Juni 2008 / 12:07 h
Im Zusammenhang mit dem Pädophilieverdacht gegen Priester hatte die Bischofskonferenz im Januar angekündigt, die internen Richtlinien für den Umgang mit sexuellen Übergriffen zu überprüfen. Mit der Aufgabe betraut wurde das Fachgremium, das die Richtlinien 2002 erstellt hatte.
Das Gremium erarbeite derzeit eine Checkliste zum Vorgehen bei Verdachtsfällen, sagte Bischof Kurt Koch, der Präsident der Bischofskonferenz, vor den Medien in Bern. Dabei gehe es insbesondere um die Regelung der Zuständigkeiten.
Keine Anzeigepflicht Nicht geändert wird laut Koch der Kern der Richtlinien. Demnach gelangt die Kirche weiterhin nur dann an die Justiz, wenn sich «die Gefahr von Wiederholungstaten nicht auf andere Weise bekämpfen lässt». Die Opfer sollen - wie bisher - darauf hingewiesen werden, dass sie eine Strafanzeige einreichen können, und die Täter sollen zur Selbstanzeige bewogen werden.Die Täter sollen gemäss Bischof Kurt Koch zur Selbstanzeige bewogen werden. /
![]() Exponenten der Kirche - unter ihnen Norbert Brunner, der Bischof von Sitten - hatten angeregt, dass die Kirche bei jedem Verdacht die Justiz einschalten sollte. Nach Ansicht der Bischofskonferenz wäre eine Anzeigepflicht jedoch nicht mit dem Opferschutz zu vereinbaren. Ausbau der Medienarbeit Die Bischofskonferenz hat sich an ihrer 280. Ordentlichen Versammlung auch mit der Medienarbeit der Kirche befasst. Sie hält in einer Erklärung fest, das Weltbild und die Lebensauffassung der Menschen werde zu einem grossen Teil von den Medien bestimmt. Die kirchliche Medienarbeit müsse deshalb ausgebaut werden. Die Bischöfe setzen unter anderem auf eine professionelle Medienausbildung junger Katholiken und auf gute Kontakte mit «Schlüsselfiguren der profanen Medienwelt».
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