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Stadtberner Gemeinderat Hügli kandidiert «wild»

Bern - Der Stadtberner Gemeinderat Stephan Hügli kandidiert «wild» für eine Wiederwahl in die Exekutive. Die FDP hatte den Sicherheitsvorsteher nach den Krawallen vom 6. Oktober fallengelassen. Er trat danach aus der Stadtberner FDP aus.

ht / Quelle: sda / Donnerstag, 19. Juni 2008 / 18:47 h

Er habe das Gefühl, mit seiner «Art des Arbeitens Wesentliches für das Wohl der Stadt beitragen» zu können, teilte Hügli mit. Er empfinde die Herausforderung, die Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie zu leiten, als einen Aufgabe, in die er hineingewachsen sei. Seine Wiederwahl würde bedeuten, «dass endlich Kontinuität in diese wichtige Direktion einzieht». An der Spitze der Sicherheitsdirektion fanden in den letzten vier Jahren mehrere Wechsel statt. Nach der Nichtnomination durch die FDP und dem daraus folgenden Parteiaustritt fühlt sich Hügli nun dem «offenen, parteipolitisch unabhängigen Bürgerforum 'die Mitte'» zugehörig, wie er schreibt. Er werde sich dort für lösungsorientierte Sachpolitik einsetzen.



Berns Sicherheitsdirektor Stephan Hügli. /

Politologe: «Wenig Chancen»

Der Berner Politologe Werner Seitz räumt Hügli aber wenig Chancen ein, seinen Gemeinderatssitz zu verteidigen. Die Hürde sei wegen des Proporzsystems hoch. Hügli bräuchte rund 16 Prozent der Stimmen. Dies sei nur mit einer vollen Liste mit bekannten Köpfen zu schaffen. Für den Berner Gemeinderat kandidieren weiter die Bisherigen Alexander Tschäppät (Stadtpräsident/SP), Edith Olibet (SP), Regula Rytz (GB) und Barbara Hayoz (FDP), die ebenfalls ums Stadtpräsidium kämpft. Die CVP der Stadt Bern schickt zudem Stadtrat Reto Nause, die SVP Stadtrat Beat Schori ins Rennen.

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