Dresden wurde ultimativ aufgefordert, den Bau zu stoppen und stattdessen einen Tunnel zu bauen. Andernfalls werde der Titel 2009 entzogen. Das Auswärtige Amt begrüsste in einer Stellungnahme den Beschluss. Er gebe ein weiteres Jahr, um einen Konsens zu finden.
«Ein sofortiger Baustopp kann durch mich als Oberbürgermeister oder durch die Verwaltung nicht vollzogen werden», erklärte Lutz Vogel.
Die Dresdner Altstadt im Frühnebel: Besonders auch wegen dieser Architektur zählt das Dresdner Elbtal zum Weltkulturerbe. /


Dazu sei ein Stadtratsbeschluss und eine gleichzeitige Zustimmung des Freistaates notwendig. Aber Sachsens Regierung sieht sich offiziell «nicht involviert».
«Der Brückenbau ist der erklärte, demokratische Bürgerwille der Dresdner. Die Waldschlösschenbrücke war explizit im Antrag auf den Welterbetitel enthalten», argumentierte Regierungssprecher Zimmermann. Die Präsidentin des Nationalkomitees für Denkmalschutz, Eva-Maria Stange, verlangte dagegen einen sofortigen Baustopp.
Auch der Deutsche Kulturrat appellierte, das «überdeutliche Warnsignal der UNESCO-Kommission endlich ernst zu nehmen und den Bau der Brücke umgehend zu beenden. Die Streichung des Welterbetitels wäre nicht nur für die Stadt, sondern auch für das ganze Land eine grosse, schwer hinnehmbare Blamage.»