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Sohn Gaddafis in Genf wegen Körperverletzung verhaftet

Genf - Hannibal, der jüngste Sohn des libyschen Staatschefs Muammar el Gaddafi, und seine Ehefrau sind in Genf wegen einfacher Körperverletzung, Drohung sowie Nötigung gegenüber zwei ihrer Hausangestellten angeschuldigt. Das Paar stritt die Vorwürfe ab.

fest / Quelle: sda / Donnerstag, 17. Juli 2008 / 13:08 h

Die beiden Opfer, eine Tunesierin und ein Marokkaner, wiesen Verletzungen auf, welche sie mit einem Artzzeugnis belegen können, sagte Gaddafis Anwalt, Robert Assaël, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Das Ehepaar Gaddafi habe im Verhör mit dem Untersuchungsrichter jedoch bestritten, diese verursacht zu haben. Angestellte des Genfer 5-Sterne-Hotels «Président Wilson» hätten die Misshandlungen der beiden Hausangestellten der Polizei gemeldet, sagte François Membrez, Anwalt der beiden Opfer, gegenüber der SDA.



Muammar el Gaddafis jüngster Sohn machte in einem 5-Sterne-Hotel Ärger: Er und seine Leibwächter wurden festgenommen. /

Sie hätten sich über das Verhalten Hannibals und dessen Frau empört.

Das erste Opfer, eine Tunesierin, welche seit einem Monat beim Ehepaar Gaddafi angestellt ist, sei übersät mit blauen Flecken, sagte Membrez weiter.

Ältere Wunden

Beim zweiten Opfer handelt es sich um einen Marokkaner, der schon seit fünf Jahren im Dienst der Gaddafis steht. Er weist laut Membrez ältere Spuren von Schlägen auf, welche er wahrscheinlich in Libyen erhalten habe. Hannibal Gaddafi hatte bereits 2005 Schlagzeilen gemacht, als er in Paris wegen mutmasslicher Misshandlung seiner Begleiterin in zwei Luxushotels festgenommen wurde. Zweifelhaften Ruhm erlang er zudem, indem er mit 140 Stundenkilometern die Pariser Champs Elysées entlangraste.


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