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Hoteliers profitieren nicht von der EURO

Bern - Von der Gastgeberrolle der Schweiz während der EURO 2008 haben die Hoteliers nicht wie erhofft profitiert. Im Gegenteil: Im Juni sank die Zahl der Übernachtungen gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent.

fest / Quelle: sda / Freitag, 8. August 2008 / 14:40 h

Die Hotellerie verzeichnete im Juni 2008 insgesamt 3,2 Mio. Hotelübernachtungen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte. Das entspricht im Vergleich zur Vorjahresperiode einem Rückgang von 2,6 Prozent. Die inländische Nachfrage ging um 5 Prozent zurück, die ausländische um 1,1 Prozent. Aber nicht nur die Schweiz, sondern auch das Co-Gastgeberland Österreich verzeichnete einen Rückgang. Die Abnahme betrug im Nachbarland sogar 4,1 Prozent. Die Euro 2008 habe die Nachfrage jener Länder positiv beeinflusst, die in der Schweiz spielten. Gemäss BFS-Communiqé entwickelten sich die Zahlen je nach Herkunftsland der Hotelgäste sehr unterschiedlich.



Die EURO 2008 brachte nicht den erhofften Schub in den Hotels. /

So hat vor allem die Zahl der Gäste aus den Niederlanden (+42'000 Übernachtungen), aus Rumänien (+21'000) und Italien (+15'000) zugenommen. Auch die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus der Türkei (+14'000) und Portugal (+11'000) nahmen markant zu. Die Zahl der Gäste aus Frankreich (+10'000) und der Tschechischen Republik (+6000) stieg ebenfalls. Die Mannschaften all dieser Länder trugen während der Euro 2008 mehrere Spiele in der Schweiz aus. Demgegenüber verzeichneten die Schweizer Hoteliers bei den Gästen aus den USA (-17 Prozent), Deutschland (-6,6 Prozent) und dem Vereinigten Königreich (-12 Prozent) den stärksten Rückgang, weil deren Mannschaften gar nicht oder nur einmal in der Schweiz spielten.

Mehr deutsche Touristen

Insgesamt kamen 4,8 Prozent mehr Gäste aus Europa in die Schweiz (+65'000), während die Touristen aus Amerika (-44'000) und Asien (-39'000) abnahmen. Im ersten Halbjahr 2008 wurde in der Schweiz 18 Millionen Mal übernachtet, was einer Zunahme von 4,6 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht. Diese Zunahme sei sowohl den Gästen aus dem Inland mit einem Plus von 221'000 Übernachtungen (+3 Prozent) wie auch jenen aus dem Ausland mit einem Plus von 582'000 Übernachtungen (+5,7 Prozent) zu verdanken. Unter den ausländischen Gästen nahmen die Deutschen mit 3,2 Millionen Logiernächten (+147'000) erneut den Spitzenplatz ein.

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