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Steilste U-Bahn Europas in Lausanne eingeweiht

Lausanne - In Lausanne ist die erste Schweizer Metrolinie offiziell eingeweiht worden. Es ist gleichzeitig auch die steilste U-Bahn Europas. Ihr Bau hat fünf Jahre gedauert und knapp 740 Millionen Franken gekostet.

smw / Quelle: sda / Donnerstag, 18. September 2008 / 16:17 h

Nach elfminütiger Jungfernfahrt vom Vorort Epalinges ins Stadtzentrum durchschnitt Verkehrsminister Moritz Leuenberger in der Station Riponne-Béjart um punkt 15.15 Uhr ein rot-grün-weisses Band. Der Bund hat sich mit 190 Millionen Franken am Bauwerk beteiligt. Vor der Metrostation bildete sich zur selben Zeit bereits eine Menschentraube. Bis am Abend nutzten 12'000 bis 15'000 Personen die Möglichkeit, die steilste Untergrundbahn Europas zu erproben. Die Metro fährt vorerst bis am Sonntag. Der kommerzielle Betrieb wird frühestens Ende Oktober aufgenommen. Bis dahin muss die Zuverlässigkeit der vollautomatisch betriebenen U-Bahn erhöht werden.



Einweihung der neuen Metro in Lausanne mit Olivier Francais, Moritz Leuenberger und Jacques Perrin. /



Die neue Metro in Lausanne fährt am Pont Bessieres vorbei. /

Die 15 Züge der M2 verkehren auf der 5,9 Kilometer langen Strecke computergesteuert, ohne Lokführer. Die komplexe Software produzierte bislang noch zuviele Betriebsunterbrüche. Die M2 überwindet insgesamt 338 Höhenmeter. Die durchschnittliche Steigung auf der Linie beträgt 6 Prozent und erreicht maximale 12 Prozent.

«Mutiges und verbindendes Projekt»

Ein mutiges und verbindendes Projekt sei die M2, ein langer «Bindestrich», der den Lausanner Vorort Epalinges mit dem Seeufer verbinde, sagte Bundesrat Moritz Leuenberger in seiner Festrede. Für den Bau der Metro habe es eine «gute Dosis an Vertrauen in die Zukunft, Selbstvertrauen und Offenheit» gebraucht. Leuenbergs Rede wurde von einer Protestgruppe gestört, welche die Preispolitik der Lausanner Verkehrsbetriebe kritisierte. Als neues Rückgrad des öffentlichen Verkehrs bezeichnen die Lausanner Verkehrbetriebe die M2. Dank ihr und einem sukzessiven Ausbau des Netzes sollen 20 Prozent mehr Passagiere den Lausanner ÖV benutzen.

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