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Schulreform trotz massiven Protesten durchgesetztRom - Die Proteste gegen die von Italiens Regierung geplante Bildungsreform weiten sich aus. Ungeachtet dieser Entwicklung setzte Berlusconis Mitte-Rechts-Allianz im Senat die umstrittene Reform durch.ht / Quelle: sda / Donnerstag, 30. Oktober 2008 / 00:47 h
Seit Tagen demonstrierten Schüler und Studenten in ganz Italien gegen die umstrittene Reform. Rund 1500 Schüler und Studenten versammelten sich während der Abstimmung vor dem Senat in Rom. Sie verlangten den Rücktritt von Unterrichtsministerin Mariastella Gelmini.
Später kam es zu Ausschreitungen mit vier Verletzten. Polizeiangaben zufolge wurden drei Studenten und ein Polizist bei den Zusammenstössen zwischen Studenten und angreifenden Rechtsradikalen auf der historischen Piazza Navona verletzt. Einige Personen wurden festgenommen.
All die Proteste stoppten den italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi nicht. Der Senat votierte in der Schlussabstimmung mit 162 Stimmen für die umstrittene Reform.
Für Donnerstag wurde zu einem Generalstreik im Schulwesen aufgerufen. /
![]() Da sie bereits am 9. Oktober von der Abgeordnetenkammer abgesegnet worden war, kann die Reform jetzt in Kraft treten. Streichung von Lehrerstellen Die umstrittene Reform sieht die Streichung von 87'000 Lehrerstellen und 44'500 Jobs im administrativen Schulbereich innerhalb der nächsten drei Jahre vor, was dem Staat Einsparungen im Wert von sieben Prozent der jährlichen Ausgaben für die Schulen bescheren wird. Berlusconi will unter anderem das Budget der Universitäten kürzen. Zudem können Schülern künftig wegen schlechten Benehmens Konsequenzen drohen. Volksschüler sollen fünf Jahre vom gleichen Lehrer unterrichtet werden und Schuluniformen tragen müssen. Morgen Donnerstag ist ein Generalstreik im italienischen Schulwesen gegen die Bildungsreform geplant, zu dem die konföderierten Gewerkschaften und die Linksparteien aufgerufen haben. Mehrere Kundgebungen sind in den Grossstädten geplant.
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