Ein ursprünglich im Bahn- und Nahverkehr geplanter Streik wurde wegen der Unwetter abgesagt, die einen Grossteil Italiens heimsuchten.
Der Gewerkschaftsverband CGIL, der im Land fünf Millionen Anhänger zählt, rechnet mit einer starken Beteiligung an den geplanten Demonstrationen gegen die Regierung Berlusconi. Über 100 Kundgebungen sind in Italien vorgesehen.
«Gegen die Krise mehr Arbeit, mehr Lohn, mehr Renten, mehr Rechte», lautet der Slogan der CGIL. Weitere Demonstrationen sind in allen grösseren Städten geplant.
Der Gewerkschaftsverband CGIL rechnet mit einer starken Beteiligung. (Archivbild) /

Streik gegen Verarmung
Auch die Metallarbeitergewerkschaft FIOM hat einen Streik gegen die Krise in der Branche ausgerufen. Die Gewerkschaft will mit dem Streik sofortige Massnahmen gegen die fortschreitende Verarmung von Arbeitnehmern und Pensionierten erzwingen.
Die beiden gemässigten Arbeitnehmerverbände CISL und UIL schlossen sich dagegen dem Appell zum Generalstreik nicht an.
Zu den Massnahmen, die die CGIL fordert, zählt die Reduzierung des Steuerdrucks, um den Konsum anzukurbeln und der stagnierenden Wirtschaft Schwung zu geben.
Ausserdem verlangt sie eine Erhöhung der Mindestpensionen und soziale Garantien für Arbeitnehmer mit unsicheren Verträgen, die von der schweren Rezession in Italien besonders gefährdet sind. Das von der Regierung Berlusconi verabschiedete Anti-Krisen-Paket sei unzulänglich, um der schweren Rezession entgegen zu wirken, betonte die CGIL.