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Sans-Papiers feiern Messe mit BevölkerungZürich - Die Kirchenbesetzung der Papierlosen in der Zürcher Predigerkirche ist auch am Stephanstag weitergegangen. Am Samstag will die Reformierte Landeskirche mit den Besetzerinnen und Besetzern die Verhandlungen wieder aufnehmen.fest / Quelle: sda / Freitag, 26. Dezember 2008 / 19:31 h
Die Atmosphäre bei den Gottesdiensten am Heiligabend und an Weihnachten sei sehr gut gewesen, sagte Renate von Ballmoos, Pfarrerin an der Predigerkirche, auf Anfrage. Die Kirche sei zweimal ziemlich voll gewesen, wie auch in anderen Jahren.
Hingegen sei die Stimmung anders gewesen. Sie sei sehr ernst gewesen wegen der Situation der Menschen, aber auch weil die Landeskirche die Besetzung keine gute Lösung finde.
Landeskirche bekräftigt Forderung Die Landeskirche besteht weiter auf ihrer Forderung, dass die Besetzerinnen und Besetzer die Predigerkirche im Zürcher Niederdorf am Samstag verlassen sollen. Am Samstagmorgen würden erneut Verhandlungen durchgeführt, sagte von Ballmoos weiter. Am Nachmittag fand eine Vollversammlung der Sans-Papiers statt. Die Besetzer und das unterstützende Bleiberecht-Kollektiv wollen mit ihrer Aktion auf die Notlage der Papierlosen aufmerksam machen. /
![]() Darin sprach man sich klar gegen den geforderten Auszug am Samstag aus, wie Tamara Rennhard, Sprecherin des Bleiberecht-Kollektivs, auf Anfrage sagte. Gemäss Rennhard will man bleiben, bis «etwas Konkretes auf dem Tisch liegt». Hollenstein-Besuch keine gute Idee Auch den Vorschlag der Landeskirche, dass eine Delegation der Sans-Papiers am 5. Januar von Regierungsrat Hans Hollenstein empfangen wird, finden die Besetzer keine gute Idee. Hollenstein solle in die Kirche kommen, wenn er wolle, aber sie wollten keine Verhandlungen in einem Büro, sagte eine weitere Sprecherin. Seit Freitag vergangener Woche besetzen rund 150 Sans-Papiers das reformierte Gotteshaus. Die Besetzer und das unterstützende Bleiberecht-Kollektiv wollen mit ihrer Aktion auf die Notlage der Papierlosen aufmerksam machen. Sie fordern unter anderem eine humanere Praxis bei der Behandlung von Härtefällen.
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