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Kirchenbesetzung in Zürich: Papierlose wollen Druck verstärkenZürich - Die rund 150 Sans-Papiers, die seit dem 19. Dezember die Predigerkirche im Zürcher Niederdorf besetzen, beharren auf ihren Forderungen und verstärken den Druck. Sie planen neben weiteren Aktionen auch eine Demo.fest / Quelle: sda / Montag, 29. Dezember 2008 / 14:24 h
«Wir sind hier, wir bleiben hier, wir wollen eine Lösung», sagte Michael Stegmaier vom Bleiberecht-Kollektiv vor den Medien in der Predigerkirche. Sie würden auf ein konkretes Angebot der Zürcher Regierung warten.
Die Regierung sei schuld, dass die Papierlosen hier seien, sagte Stegmaier weiter. Nach der Besetzung des Zürcher Grossmünsters vor einem Jahr seien sie von ihr «über den Tisch gezogen» worden. «Wir wollen keinen Dialog der Sackgasse mehr». Stegmaier betonte erneut, dass Regierungsrat Hans Hollenstein in die Kirche kommen soll.
Kein Ultimatum Hollenstein könne als gewählter Polizeivorsteher aber nicht mit Besetzern verhandeln, habe der Regierungsrat ihm gesagt, sagte der reformierte Kirchenratspräsident Ruedi Reich auf Anfrage. Ein Ultimatum zum Auszug aus der Predigerkirche gebe es aber nicht, sagte Reich weiter. Die Sans-Papiers fordern vom Kanton Zürich konkrete Zusagen für bessere Lebensbedingungen. /
![]() Die Landeskirche wolle eine Eskalation vermeiden. Es sei aber klar, dass die Predigerkirche nicht auf längere Zeiten besetzt bleiben könne. Reich forderte die Zürcher Regierung auf, möglichst bald öffentlich zu erklären, wie ihre Policy bezüglich Sans-Papiers und Härtefälle sei und welche Unterschiede gegenüber anderen Kantonen bestünden. Gespräch mitHollenstein am 5. Januar Regierungsrat Hans Hollenstein will am 5. Januar eine Delegation der Besetzer empfangen, jedoch nur wenn die Besetzung bis dann beendet ist. Das Gespräch werde ansonsten nur mit Vertretern der reformierten Landeskirche geführt, sagte Reich weiter. Die Sans-Papiers fordern vom Kanton Zürich konkrete Zusagen für bessere Lebensbedingungen. Vor allem die Behandlung von Härtefällen werde im Kanton Zürich allzu rigide gehandhabt, kritisieren sie.
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