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WEF-Gegner versammeln sich in Zürich

Zürich - «Die fetten Jahre sind vorbei»: Unter diesem Titel laden linke Gruppierungen in diesem Jahr zur WEF-Gegenveranstaltung «Das Andere Davos». Der Anlass im Zürcher Kongresshaus sei angesichts der Finanzkrise nötiger denn je, sagen sie.

fest / Quelle: sda / Dienstag, 27. Januar 2009 / 12:11 h

Die Finanzkrise habe dazu geführt, dass die Vorschläge, welche von linker Seite seit Jahren gemacht würden, in einer breiten Bevölkerungsschicht zum Thema geworden seien, sagte Maurizio Coppola, Co-Generalsekretär von Attac Schweiz, vor den Medien. Am WEF-Gegentreffen «Das Andere Davos» wollen sich die Veranstalter mit möglichen Alternativen zum «neoliberalen Desaster» befassen. Kritik üben die linken Gruppierungen insbesondere an den staatlichen Finanzspritzen, welche lediglich Wegbereiter für die nächste Krise seien.

Kritik an Nestlé Neben der Finanzkrise steht auch die Kritik am Nahrungsmittelkonzern Nestlé auf dem Programm, in erster Linie wegen dessen Tätigkeiten in Kolumbien sowie dem Milchpulverskandal in China.



Gestern demonstrierten WEF-Gegner in der Berner Altstadt. /

Als Redner sind unter anderem die feministische Ökonomin Mascha Madörin sowie Christian Zeller, Professor für Wirtschaftsgeographie in Salzburg, eingeladen. Die Gegenveranstaltung zum World Economic Forum findet zum neunten Mal statt. Organisiert wird «Das Andere Davos» unter anderem von Attac Schweiz, den Jungen Grünen, dem Schweizerischen Arbeiterhilfswerk, verschiedenen Gewerkschaften sowie der Erklärung von Bern. An den bisherigen Veranstaltungen haben jeweils mehrere hundert Globalisierungsgegner teilgenommen. Derweil haben die Bündner Behörden vier Demonstrationsgesuche bewilligt, darunter Kundgebungen der örtlichen Grünen am Samstag und von Tibetern am Mittwoch. Den Gesuchen sei mit zahlreichen Auflagen zugestimmt worden, teilte der Kleine Landrat mit.

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