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Bundespräsident Merz eröffnet WEF

Davos - Geregelte Globalisierung statt grenzenlose Gier: Das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos hat mit Aufrufen für eine verantwortungsvolle Neugestaltung der Finanz- und Wirtschaftswelt begonnen.

fest / Quelle: sda / Mittwoch, 28. Januar 2009 / 07:12 h

Bundespräsident Hans-Rudolf Merz ermunterte die Teilnehmer des Wirtschaftsgipfels zum Auftakt zu einer «neuen Wertediskussion». Wachstum müsse durch Nachhaltigkeit und Qualität unterlegt sein. Forumsgründer Klaus Schwab drückte seine Hoffnung aus, Davos möge ein «Sanatorium für die Wirtschaft» sein.

Wen Jiabao zuversichtlich

Zuversichtlich - zumindest für die Wirtschaft seines Landes - zeigte sich der chinesische Premierminister Wen Jiabao in seiner Rede. Im laufenden Jahr bestehe das Ziel, um 8 Prozent zu wachsen.



Bundespräsident Hans-Rudolf Merz schlug eine Wertediskussion auf dem WEF vor. /



Der chinesische Premierminister Wen Jiabao gab sich in seiner Rede zuversichtlich. /



Unter dem Motto des 39. WEF «Die Welt nach der Krise gestalten» suchen sie bis zum Sonntag Auswege aus der Finanz- und Wirtschaftskrise. /

Im Schlussquartal 2008 hatte sich das Wachstum des «Reiches der Mitte» auf 6,8 Prozent verlangsamt. Aber dennoch sei das Ziel für das Gesamtjahr 2009 realistisch, so Wen Jiabao. Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin stellte in der offiziellen Eröffnungsansprache fest, die derzeitige Finanz- und Wirtschaftskrise habe sich in ungeahntem Rekordtempo verbreitet und längst alle Länder erfasst. Eine Kurskorrektur sei vonnöten, dabei sei aber ein gemeinsames Vorgehen von zentraler Bedeutung.

Putin: Kein Protektionismus

Eine Flucht in Isolationismus und Protektionismus wäre verhängnisvoll, mahnte Putin. «Wir sitzen alle im selben Boot.» Der russische Regierungschef warb - wie zuvor Merz - für ein Gleichgewicht zwischen staatlichen Eingriffen und den Marktmechanismen. Mehr als 40 Staats- und Regierungschefs werden zum diesjährigen WEF im Bündner Kurort erwartet, zudem so viele Wirtschaftsführer wie noch nie. Insgesamt wollen mehr als 2500 Menschen aus fast 100 Ländern bis Sonntag erörtern, wie man «die Welt nach der Krise gestalten» könnte.

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