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Eklat am WEF: Erdogan verlässt VeranstaltungDavos - Nach dem Eklat am WEF hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sein Rausstürmen aus einer Podiumsdiskussion mit dem israelischen Präsidenten Schimon Peres über Gaza als Reaktion auf die Gesprächsleitung bezeichnet.bert / Quelle: sda / Donnerstag, 29. Januar 2009 / 20:22 h
«Meine Reaktion bezog sich auf den Moderator», sagte Erdogan auf einer gemeinsamen Medienkonferenz mit WEF-Gründer Klaus Schwab, die nach dem Eklat die Wellen glätten sollte.
«Ich zielte überhaupt nicht in irgendeiner Weise auf Israel, das israelische Volk oder den israelischen Präsidenten Peres.»
Ungleiche Behandlung UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon habe 8 Minuten Gesprächszeit erhalten, er habe 12 Minuten gesprochen, der Generalsekretär der arabischen Liga, Amr Mussa, sei nach rund 12 Minuten unterbrochen worden, sagte Erdogan. «Auf anderen Seite hat der israelische Präsident Peres 25 Minuten gesprochen.» Es sei im Voraus vereinbart worden, dass jeder Teilnehmer in einer zweiten Runde nochmals das Wort ergreifen könne, sagte Schwab. Unglücklicherweise sei die Redezeit überschritten worden und der Diskussionsleiter gezwungen gewesen, das Gespräch zu beenden. Der Moderator des Gesprächs sei über das hinausgegangen, was vereinbart gewesen sei, sagte Erdogan: Der Gesprächsleiter habe die Session beenden wollen, ohne ihn nochmals sprechen zu lassen. Bei solcher Diskrepanz sei es schwierig, alle Themen in angemessener Art und Weise zu diskutieren.Entschuldigung von Peres Zudem sei Peres laut geworden und habe sich in seiner Rede direkt an ihn gewendet, sagte Erdogan.Der enttäuschte Recep Tayyip Erdogan verlässt den Saal. /
![]() Peres entschuldigte sich offenbar unmittelbar nach dem Zwischenfall am Telefon bei Erdogan, wie die türkische Nachrichtenagentur Anatolie meldete. Die beiden hätten während fünf Minuten miteinander gesprochen. Ob er nochmals nach Davos ans Weltwirtschaftsforum (WEF) komme, werde sich nach Gesprächen mit Klaus Schwab zeigen, sagte Erdogan. Diese Art von Diskussionen entspreche nicht dem Geist von Davos. So könne es keine Fortschritte geben. Erdogan hatte während der Podiumsdiskussion dem israelischen Präsidenten Shimon Perez vorgeworfen, dass Israel Mord im Gaza-Streifen begangen habe. Daraufhin hatte Erdogan wutentbrannt den Saal verlassen.
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