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Illgeale Einfuhr von Medikamenten steigt anThayngen - Die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) findet immer häufiger illegal eingeführte Medikamente, aber auch Lebensmittelschmugglern kommt sie regelmässig auf die Spur. Insgesamt hat die EZV im Jahr 2008 175 Tonnen beschlagnahmt.ht / Quelle: sda / Donnerstag, 5. Februar 2009 / 12:58 h
Mit 23,7 Milliarden Franken (Vorjahr: 23 Mia. Fr.) waren die Einnahmen der EZV im Jahr 2008 so hoch wie noch nie. Dies entspricht über einem Drittel der Gesamteinnahmen des Bundes, wie die EZV an ihrer Jahresbilanz-Konferenz in Thayngen SH vor den Medien ausführte.
Gegenüber dem Vorjahr stieg die versuchte Einfuhr illegaler Heilmittel von 366 auf 687 Fälle. Am häufigsten wurden Muskelaufbau- und Dopingpräparate sowie Schlankheitsmittel geschmuggelt. Rückläufig war dagegen die Menge der sichergestellten Betäubungsmittel.
Weniger Lebensmittel beschlagnahmt Bei den Lebensmitteln beschlagnahmten die Zöllner vor allem Früchte und Gemüse sowie Getreide und Fleischwaren. Gegenüber dem Vorjahr ist die Gesamtmenge von 210 Tonnen auf 175 Tonnen zurückgegangen. Statistisch erfasst werden allerdings nur Mengen über 250 Kilogramm. In 7000 Fällen ermittelte die Zollfahndung wegen organisierten Schmuggels. Dabei geht es vor allem um Hinterziehung der Mehrwertsteuer.Der Zoll setzt auf moderne Technik. /
![]() Geschmuggelt werden neben Lebensmittel auch Tiere, Spirituosen, Tabakwaren, Mineralöl oder geraubte Kulturgüter. Defekte an Lastwagen Aber auch die Sicherheit des Schwerverkehrs wird am Zoll überprüft. Häufig sind die Lastwagen zu hoch, zu breit oder zu lang. Ausserdem sind sie immer wieder mit defekten Reifen und Bremsen unterwegs. Um die Wirtschaft nicht zu behindern, dürften die Kontrollen möglichst wenig spürbar sein, sagte Oberzolldirektor Rudolf Dietrich. Daher setze der Zoll auch auf moderne Technik. So können mit mobilen Scanner-Anlagen ganze Lastwagen untersucht werden, ohne diese zu entladen. Der Beitritt der Schweiz zum Schengen-Abkommen sei gut verlaufen, sagte Jürg Noth, Chef des Grenzwachtkorps. An den Grenzen werde weiter kontrolliert, aber auch im Landesinnern. Ebenfalls im Blick seien dabei die Bahnstrecken. Bei ihren Kontrollen finden die Beamten immer häufiger gefälschte Dokumente.
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