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Lohngleichheitsdialog ist lanciertBern - Um diskriminierende Lohnungleichheiten zwischen Frauen und Männern zu beseitigen, lancieren der Bund und die Sozialpartner einen Lohngleichheitsdialog. Das Projekt ruft Unternehmen dazu auf, freiwillig ihr Lohnsystem zu überprüfen.ht / Quelle: sda / Montag, 2. März 2009 / 13:33 h
Dem Lohngleichheitsdialog anschliessen können sich die Unternehmen seit dem 1. März. «Das ist ein historisches Datum», sagte Bundesrat Pascal Couchepin vor den Medien in Bern. Bisher habe sich an den Unterschieden zwischen Frauen- und Männerlöhnen nämlich nicht viel geändert. Das sei nicht nur für die Betroffenen ungerecht, sondern auch für jene Unternehmen, die sich um eine Lohngleichheit bemühen.
Um am Projekt teilzunehmen, muss die Unternehmensleitung eine Einzelvereinbarung mit der zuständigen Gewerkschaft beziehungsweise der gewählten Vertretung der Arbeitnehmenden unterzeichnen. Darin verpflichtet sie sich, ihr Lohnsystem auf allfällige Geschlechterdiskriminierungen zu überprüfen. Der Bund stellt dafür das Computerprogramm LOGIB zur Verfügung.
Das Projekt ist auf fünf Jahre angesetzt.
Die Sozialpartner überprüfen die Lohnsysteme auf allfällige Geschlechterdiskriminierungen. /
![]() Nach zwei Jahren wird eine Zwischenbilanz gezogen. Je nach Verlauf kann das Projekt um weitere zwei Jahre bis 2016 verlängert werden. Beide Seiten optimistisch Getragen wird der Lohngleichheitsdialog vom Schweizerischen Arbeitgeberverband, dem Schweizerischen Gewerbeverband (SGV), dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) und von Travail.Suisse. Die Verbände haben sich dazu verpflichtet, das Projekt in ihren Gremien vorzustellen und die Unternehmen zur Teilnahme zu motivieren. Beteiligt sind weiter das Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG), das Bundesamt für Justiz (BJ) sowie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO). Sie unterstützen das Projekt finanziell und mit Fachwissen. Arbeitnehmer- sowie Arbeitgeberseite zeigten sich optimistisch. Für letztere ist insbesondere wichtig, dass die Teilnahme freiwillig ist und dass mit dem Projekt staatlichen Kontrollmechanismen vorgegriffen werden kann.
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