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Besorgte Juden fordern Ende der israelischen Blockade

Bern - Juden aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und Israel haben die israelische Regierung zu einer radikalen Änderung ihrer Politik aufgerufen. In einem Appell fordern sie das Ende der Besatzung, Besiedlung und Blockade palästinensischer Gebiete.

tri / Quelle: sda / Montag, 2. März 2009 / 16:58 h

Zudem müssten alle Menschen in Israel und Palästina in Sicherheit und Würde leben können. Der Appell, der im Internet unterzeichnet werden kann, wurde vom Menschenrechtsaktivisten Jochi Weil-Goldstein lanciert und richtet sich an die rund 13 Millionen Juden und Jüdinnen weltweit. Die 23 Erstunterzeichner, darunter die Organisation Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina, hoffen, dass sich eine nie dagewesene Anzahl von Juden ausserhalb Israels von der Politik der Regierung in Jerusalem distanziert. «Schweigen ist Zustimmung» Die Situation im Nahen Osten sei eine sich ständig verschlimmernde Tragödie, sagte Weil-Goldstein vor den Medien in Bern: «Wenn wir gegenüber dem Unrecht der seit 1967 andauernden Besatzung palästinensischer Gebiete und der Entwürdigung der Menschen dort schweigen, gilt dies aus meiner Sicht indirekt als Zustimmung».



Wird Israel seine Blockade-Politik ändern? /

Für den früheren Schweizer Botschafter Philippe Lévy ist die Kritik an der Politik Israels eine moralische Notwendigkeit. Wenn ein Familienmitglied ein Verhalten an den Tag lege, das «sittlich unakzeptabel» sei, dann müssten sich die anderen Familienmitglieder von ihm distanzieren, sagte Lévy.

Verzweifelte Situation Der Appell sei auch ein Ausdruck der Verzweiflung gegenüber der aktuellen politischen Entwicklung, sagte Weil-Goldstein. Wenn von der israelischen Regierung nicht bald Verhandlungen mit den Palästinensern aufgenommen würden, sei die Möglichkeit eines Friedens möglicherweise für immer vertan. Die Initianten seien sich jedoch bewusst, dass angesichts der neuen rechtsgerichteten Regierung in Israel und der Folgen des Krieges im Gaza-Streifen die Aussichten auf Erfolg gering seien.


Links zum Artikel:

«Für ein Israel, welches die Menschenrechte achtet»


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Hamas und Fatah bilden Einheitsregierung

 Kommentare lesen (9 Beiträge)
· Oh jekubraDi, 03.03.2009 13:54
· nur Sie gemeintbewusstseinDi, 03.03.2009 11:31
· Eine wichtige DiskussionkubraDi, 03.03.2009 10:19
· So ist das - BewusstseinkubraDi, 03.03.2009 10:03
· bei aufmerksamerer LektürebewusstseinDi, 03.03.2009 09:12
· Antisemitismus !!!???...74condorDi, 03.03.2009 08:16
· Freude herrscht !! - für...74condorDi, 03.03.2009 08:03
· Was ich sage - zum BeispielkubraMo, 02.03.2009 19:03
· was wird kubra dazu sagen?bewusstseinMo, 02.03.2009 18:26
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