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Papst rügt Feindseligkeit im Pius-Brüder-Streit Rom - Papst Benedikt XVI. hat in deutlichen Worten die Heftigkeit gerügt, mit der Katholiken ihn nach der Rücknahme der Exkommunikation von vier Pius-Brüdern kritisiert hatten.
smw / Quelle: sda / Donnerstag, 12. März 2009 / 12:39 h
Leider gebe es das «Beissen und Zerreissen» auch heute in der Kirche als Ausdruck einer schlecht verstandenen Freiheit, schreibt Benedikt in einem vom Vatikan veröffentlichten Brief an alle Bischöfe.
Er zitierte damit aus dem Galaterbrief des Apostels Paulus, in dem es heisst: «Wenn ihr einander beisst und zerreisst, dann gebt acht, dass ihr euch nicht gegenseitig umbringt.»
Frieden in der Kirche Der Papst räumt in seinem Brief Pannen im Vatikan im Zuge der Rücknahme der Exkommunikation ein. Er hofft, das sein Schreiben jetzt «zum Frieden in der Kirche» beiträgt.Der Papst hofft, das sein Schreiben jetzt «zum Frieden in der Kirche» beiträgt. /
![]() «Betrübt hat mich, dass auch Katholiken, die es eigentlich besser wissen konnten, mit sprungbereiter Feindseligkeit auf mich einschlagen zu müssen glaubten», greift Benedikt überraschend offen Kritiker seiner Entscheidung in der eigenen Kirche an. Vor allem die Tatsache, dass der Holocaust-Leugner Richard Williamson unter den vier Pius-Bischöfen ist, hatte weltweit bei Juden, aber auch in der katholischen Kirche selbst Empörung und Unverständnis ausgelöst. Entschuldigung unzureichend Williamson hatte in einem Ende Januar ausgestrahlten Interview mit dem schwedischen Fernsehen die Existenz von Gaskammern im Zweiten Weltkrieg in Frage gestellt. Am selben Tag unterschrieb Papst Benedikt XVI. das Dekret, das Williamsons Exkommunizierung rückgängig machte. Williamson erklärte Ende Februar, er bitte «vor Gott» um Vergebung aller, die er durch seine Leugnung der Judenvernichtung während der NS-Diktatur verletzt habe. Der Vatikan stufte die Entschuldigung als unzureichend ein.
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