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Links-grünes Komitee bekämpft biometrische Pässe Bern - Der biometrische Pass mit einem Chip, der das Foto und Fingerabdrücke speichert, führe zu einer «Zwangsfichierung». Damit hat ein links-grünes Komitee in Bern sein Nein zum biometrischen Pass begründet.
fest / Quelle: sda / Donnerstag, 26. März 2009 / 09:52 h
Weder die USA noch die EU verlangten eine Ablage der Personendaten im Schweizer Informationssystem Ausweisschriften (ISA), sagte Nationalrätin Margret Kiener Nellen (SP/BE). Der neue Pass sei zudem nicht, wie von den Bundesbehörden behauptet, fälschungssicher.
Nach einer Ablehnung könne der Bundesrat ohne weiteres eine neue Vorlage ohne zentrale Datenbank und mit der Wahlfreiheit für Pässe mit oder ohne biometrischen Chip bringen, sagte Kiener Nellen. Die SP warne vor möglichem Datenmissbrauch. Zudem beanstande sie die langen Anfahrtswege zu den kantonal zentralisierten Passzentren.
Missbrauchsgefahr Dass sensible Personendaten wie Fingerabdrücke und Unterschrift auf einem Chip digitalisiert werden, könnte im Fall von Missbrauch verheerende Fokgen haben, sagte der Informatiker Michel Paschalidès von der ETH Lausanne. Die Speicher-Technologie sei fehleranfällig und habe sich noch nicht bewährt. Für Nationalrat Daniel Vischer (Grüne/ZH) ist die zwangsweise Einführung des E-Passes eine typische Vorlage eines sich neu entfaltenden Überwachungsstaates. Über die Gesetzesgrundlage für den biometrischen Pass entscheidet das Volk am 17. Mai. /
![]() Bundesrat und Parlament schöben einen durch die USA und die EU vorgegebenen Sachzwang vor, den es gar nicht gebe. Reisen ohne biometrischen Pass Nationalrätin Marie-Thérèse Weber-Godet (CSP/FR) glaubt nicht, dass ein Nein zum E-Pass die Reisefreiheit gefährden würde. Auch in Zukunft seien Reisen innerhalb der EU mit einer Identitätskarte ohne biometrische Daten möglich. Und wer für weniger als 90 Tage in die USA reisen wolle, brauche weder ein Visum noch einen E-Pass. Dem links-grünen Komitee gehören die SP, die Juso, die Grüne Partei, die Jungen Grünen, die Christlich-soziale Partei (CSP), die Demokratischen Juristinnen und Juristen der Schweiz (DJS) sowie die Organisation grundrechte.ch an. Über die Gesetzesgrundlage für den biometrischen Pass entscheidet das Volk am 17. Mai.
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