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Piraten-Geisel starb offenbar durch französische Kugeln

Nairobi - Somalische Piraten halten die Schifffahrt in der vielbefahrenen Region im Indischen Ozean unverändert in Atem. Ein Einsatz der französischen Armee zur Befreiung einer Yacht mit fünf Geiseln an Bord endete am Freitag tragisch.

tri / Quelle: sda / Samstag, 11. April 2009 / 13:28 h

Der französische Besitzer der Segelyacht «Tanit» kam ums Leben, als Spezialkräfte das Schiff stürmten. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Mann durch Schüsse französischer Sicherheitskräfte starb, sagte Frankreichs Verteidigungsminister Hervé Morin dem Radiosender Europe 1. Er verteidigte den Einsatz trotzdem als «bestmögliche Entscheidung». Die vier anderen auf dem Segelschiff festgehaltenen Geiseln, darunter der dreijährige Sohn des Getöteten, hatten den Einsatz körperlich unversehrt überstanden. Zwei Piraten waren getötet und drei weitere festgenommen worden.

Verhandlungen aufgenommen Die französischen Behörden hatten zunächst Verhandlungen mit den Piraten aufgenommen.



Piraten hatten im Golf von Aden den unter panamaischer Flagge fahrenden Massengutfrachter «MS Anatolia» angegriffen. /

Dabei wurde laut Morin auch Lösegeld geboten. Die Seeräuber hätten aber alle Angebote zurückgewiesen und ihre Drohungen verstärkt. Der Nervenkrieg um den von Piraten entführten US-Kapitän dauert an. Die Geiselnehmer, die Kapitän Richard Phillips seit Tagen vor Somalia auf einem Rettungsboot festhalten, kündigten an, ihre Geisel auf ein anderes Schiff zu bringen, das besser vor einer Erstürmung geschützt sei.

Weiteres Schiff gekapert Heute Samstag haben Piraten im Golf von Aden mit dem Schlepper «Buccaneer» (Freibeuter) ein weiteres Schiff gekapert. Der unter italienischer Flagge fahrende 75-Meter-Schlepper gehört dem Unternehmen Micoperi Marine Contractors in Ravenna. An Bord sind 16 Mann Besatzung - zehn Italiener, fünf Rumänen und ein Kroate. Eine weitere Kaperung scheiterte dagegen. Piraten griffen im Golf von Aden den unter panamaischer Flagge fahrenden Massengutfrachter «MS Anatolia» an, wurden nach Angaben der NATO aber von der Besatzung vertrieben.


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