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Intercity-Vorfall: Offene Fragen zum Notfallszenario

Lausanne - Dass am Montagabend im Intercity Bern-Lausanne Behälter mit Schweinegrippe-Viren explodierten, sorgt bei allen Beteiligten für Aufregung. Viele Fragen bleiben zunächst unbeantwortet.

fest / Quelle: sda / Dienstag, 28. April 2009 / 16:43 h

Geschockt und empört hatten vor allem viele Passagiere des Intercity auf den Vorfall reagiert. Kurz vor Freiburg waren in einem Wagen Behälter mit für Menschen ungefährlichen Grippe-Viren explodiert. Dabei wurde eine Frau durch Splitter verletzt.

Trockeneis in Vakuumverpackung

Im Zug mitgeführt wurden die Behälter von einem Angestellten des Nationalen Grippe-Zentrums in Genf. Zur Explosion kam es, weil das zur Kühlung der Viren verwendete Trockeneis direkt neben die Viren-Ampullen in die hermetisch vakuumisierte Verpackung gelegt worden war.



Ein Mitarbeiter des Nationalen Grippe-Zentrums führte die Viren in einem Behälter im Zug mit sich. /

Das Trockeneis setzte CO2 frei, was zu einem Überdruck und schliesslich zur Explosion führte. Weder die SBB noch die zuständigen Bundesämter noch die Polizei hatten am Dienstag eine schlüssige Erklärung, weshalb der Zug trotz der Ungefährlichkeit der Viren kurz vor dem Bahnhof Lausanne für eine Stunde gestoppt wurde.

Keine Gefahr für Passagiere

Die SBB wies am Montag vor allem darauf hin, dass für die Passagiere keine Gefahr bestanden habe und die Fehler beim Verpacken der Viren-Ampullen geschahen. SBB-Sprecher Roland Binz erklärte, dass die Bundesbahn nach Notfallszenario vorgegangen sei. Den Entscheid, den Zug vor Lausanne zu stoppen, habe die Waadtländer Kantonspolizei getroffen, sagte Binz. Deren Sprecher, Jean-Christophe Sauterel, erklärte seinerseits, dass die Quarantäne aus Vorsicht beschlossen worden sei.

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