Unterstützt wird die Kampagne auch von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. «Gewalt gegen Frauen kennt keine Grenzen - weder geografisch noch kulturell», erklärte die Justizministerin vor den Medien.
Gerade auch in der Schweiz sei häusliche Gewalt eine Tatsache. Es sei deshalb wichtig, das Thema immer wieder in die öffentliche Diskussion einzubringen, begründete Widmer-Schlumpf ihr Engagement für die vom Christlichen Friedensdienst cfd initiierte Kampagne.
Heute gehe es in der Schweiz vor allem darum, die bestehenden Gesetze anzuwenden. Der Vollzug stehe im Vordergrund. «Wir alle sind deshalb gefordert, hinzusehen und gegen Gewalt vorzugehen», forderte sie.
Eveline Widmer-Schlumpf: «Bestehende Gesetze anwenden». /

Schlechtere Karriereaussichten
Die Kampagne die am 25. November beginnt, wendet sich nicht nur gegen direkt erkennbare Gewalt wie Gewalt in der Beziehung, Vergewaltigung, Ehrenmorde, sexuelle Belästigung oder Genitalverstümmelung.
Die beteiligten Organisationen wollen auch auf indirekte oder strukturelle Gewalt aufmerksam machen, die sich in ungleichen Machtverhältnissen äussert. Folge davon sind etwa Lohnungleichheit oder schlechtere Karriereaussichten am Arbeitsplatz.
Laut Corinne Schärer von der Gewerkschaft Unia drohen diesbezüglich gerade während der Wirtschaftskrise Rückschritte: Frauen riskierten in diesen Zeiten doppelt bestraft zu werden. Sie würden häufiger arbeitslos als Männer. Zudem öffne sich die Lohnschere wieder stärker.