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40 Jahre für Chef-Folterer der Roten Khmer gefordert

Phnom Penh - Im Prozess gegen den ehemaligen Folterchef der Roten Khmer in Kambodscha hat die Anklage 40 Jahre Haft gegen den Angeklagten gefordert. Der Angeklagte sei ein «loyaler und engagierter Agent» des Terrorregimes gewesen, sagte Staatsanwalt William Smith.

smw / Quelle: sda / Mittwoch, 25. November 2009 / 07:40 h

«Die Menschheit verlangt eine gerechte und angemessene Strafe für die Verbrechen», sagte Smith in seinem Abschlussplädoyer in Phnom Penh. Das von der UNO unterstützte Sondertribunal wirft Kaing Guek Eav alias Duch Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen, Folter und Mord vor. Zu Duchs Gunsten könne geltend gemacht werden, dass er mit dem Gericht zusammengearbeitet, seine Taten teilweise gestanden und Reue gezeigt habe, sagte Smith. Ansonsten wäre eine 45-jährige Haftstrafe für den 67-Jährigen angemessen gewesen. Lebenslänglich ist Höchststrafe Duch befehligte das berüchtigte S21-Foltergefängnis und das dazugehörige Hinrichtungslager, in dem zwischen 1975 und 1979 mindestens 15'000 Menschen gefoltert und hingerichtet wurden. Nur wenige Gefangene überlebten.



Kaing Guek Eav alias Duch bekannte sich in zwei Fällen zur Folter, nicht aber zur Tötung von Gefangenen. /

Der frühere Lehrer zeigte sich in einer Stellungnahme erneut voller Reue. Hunderte Zuschauer verfolgten die Schlussplädoyers im Zuschauerraum des Tribunals, darunter zahlreiche Angehörige von Opfern. Mit einem Urteil wird für kommenden März gerechnet. Die Höchststrafe, die das Gericht verhängen kann, ist lebenslängliche Haft. Die Roten Khmer haben Kambodscha zwischen 1975 und 1979 terrorisiert. Sie wollten eine ultra-kommunistische Bauerngesellschaft verwirklichen. Durch Hungersnöte, Krankheiten und die Verfolgung durch das Regime kamen bis zu zwei Millionen Menschen um.

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